Neurable: Virtuelle Realität per Gedankensteuerung
Neurable

Eine der wichtigsten Schulden der virtuellen Realität gegenüber den Benutzern ist die Freiheit. Die wichtigsten Modelle auf dem Markt sind immer noch auf Kabel angewiesen, und wir sind auf die eine oder andere Weise gezwungen, einen Controller in der Hand zu halten. Was passiert, wenn wir diesen Faktor eliminieren? Ein kleines Unternehmen namens Neurable erforscht diese Möglichkeit, und seine Lösung ist es, eine Gehirn-Computer-Schnittstelle in ein Virtual-Reality-Headset zu integrieren, um Videospiele mit dem Geist zu steuern.

Spracherkennung, Gestenerkennung, Augenverfolgung… es gibt viele Optionen, die traditionelle Schnittstellen ersetzen wollen, aber der Prozess ist nicht einfach. Die Effektivität klassischer Peripheriegeräte ist überzeugend, daher ist es logisch, dass sich auch moderne Plattformen an sie anpassen, und virtuelle Realität ist keine Ausnahme. In der Vergangenheit haben wir viele Demos gesehen, die darauf abzielen, mit den Controllern die Bewegung der Hände im virtuellen Raum zu reproduzieren, aber wir wissen genau, dass das nicht ideal ist. Meiner Meinung nach sind wir noch weit von Spezialhandschuhen oder -anzügen entfernt, aber ein Start-up namens Neurable hat auf der letzten SIGGRAPH-Konferenz etwas vorgestellt, das alles auslöschen könnte: Gedankensteuerung in der virtuellen Realität.

Die Demo bestand aus einem HTC Vive mit einer Gehirn-Computer-Schnittstelle und einem Videospiel (genannt „Awakening“), dessen Entwicklung von der spanischen Firma estudiofuture übernommen wurde. Die Modifikation des Vive beschränkt sich auf den Austausch des elastischen Riemens durch ein Netz aus sieben Elektroden. Ein sehr bemerkenswerter Aspekt dieser Technologie ist, dass sie nicht auf traditionellen elektroenzephalografischen Mustern basiert, sondern auf sogenannten „ereigniskorrelierten Potenzialen“ oder ERP, viel spezifischeren Signalen, die entstehen, wenn das menschliche Gehirn auf einen Reiz reagiert.

Der nächste Schritt von Neurable ist es, seine Schnittstelle im Jahr 2018 in Virtual-Reality-Arcade-Systemen einzuführen, das allgemeine Design zu optimieren, um das Zubehör kleiner und komfortabler zu machen, und Geräte an Entwickler zu verteilen, die an kompatibler Software interessiert sind. Das Beste an Neurable ist, dass es keine Exklusivitätspläne gibt. Sein aktueller Prototyp funktioniert mit dem Vive, aber es sollte keine größeren Probleme geben, wenn jemand eine Version für Oculus Rift oder Microsofts HoloLens entwickeln möchte.

Offizielle Ankündigung: