Am 7. Oktober 2026 wurden neue Vorwürfe aus einer aktualisierten Klage von New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James öffentlich: TikTok soll 2023 in drei Phasen eine funktionslose Version von Algo Refresh getestet haben, auch mit Minderjährigen. Der Klage zufolge glaubten einige Nutzer, sie hätten die Funktion aktiviert, obwohl sich ihre Empfehlungen nicht änderten.
Was New York zu Algo Refresh behauptet
Algo Refresh soll die Empfehlungen im „For You“-Feed auffrischen oder zurücksetzen. Die Klage wirft TikTok vor, einigen Nutzern eine Version angezeigt zu haben, die diese Änderung nicht bewirkte. Andere Teilnehmende sollen die funktionierende Funktion erhalten haben.
In diesem Zusammenhang bezeichnet „Placebo“ eine scheinbar aktivierte, tatsächlich aber wirkungslose Version der Funktion. Laut Klage wurde nicht darauf hingewiesen, dass Teilnehmende eine solche Version erhalten könnten. Auch ihre Eltern seien nicht informiert worden; zudem hätten Nutzer keine Möglichkeit zum Ausstieg gehabt.
Die drei gemeldeten Testphasen 2023
Für die drei Phasen werden jeweils eigene Nutzerzahlen genannt:
| Zeitraum der Phase | Nutzer in der Phase laut Klage |
| Februar bis März 2023 | Mehr als 19.000 |
| April 2023 | Mehr als 28.000 |
| Mai 2023 | Mehr als 16.000 |
Was die Tests laut Klage messen sollten
Die Klage zufolge sollten die Tests vergleichen, wie viel Zeit Nutzer auf TikTok verbrachten und welche Werbeeinnahmen anfielen – jeweils bei Gruppen mit einer funktionierenden Funktion und mit der angeblichen Placebo-Version.
TikToks Reaktion
TikTok erklärt, das Unternehmen teste regelmäßig Produkte und Funktionen, um ihre Nutzung unter realen Bedingungen zu verstehen. Zugleich weist TikTok die Darstellung von Algo Refresh in den Vorwürfen zurück.