Am 7. Oktober 2026 wurden Teile einer aktualisierten Klageschrift in New York entsiegelt. Darin wirft die Klage TikTok vor, 2023 wiederholt Placebo-Versionen der Funktion Algo Refresh mit Tausenden Nutzern getestet zu haben – darunter Kinder und Jugendliche. Es handelt sich um Vorwürfe in einem laufenden Verfahren.
Was die Klage zu Algo Refresh behauptet
Algo Refresh soll Videoempfehlungen zurücksetzen, damit Nutzer unerwünschten oder potenziell schädlichen Inhalten aus dem Weg gehen können. Laut Klageschrift glaubten Nutzer in der Placebo-Gruppe, die Funktion aktiviert zu haben. Ihre Empfehlungen hätten sich jedoch nicht geändert, anders als bei Nutzern, die eine funktionierende Version erhielten.
Die Klage behauptet, TikTok habe diese Tests wiederholt im Jahr 2023 durchgeführt. Die Placebo-Gruppe soll dabei helfen, die Auswirkungen auf die Nutzungszeit und die Werbung zu messen.
Welche Nutzer und Messgrößen die Klage nennt
An den angeblichen Tests sollen Tausende Menschen teilgenommen haben, darunter Kinder und Jugendliche. Als Messgrößen nennt die Klage die Zeit, die Nutzer auf der Plattform verbrachten, und die Auswirkungen auf Werbung.
TikToks Antwort
TikTok erklärte, das Unternehmen teste regelmäßig neue Produkte und Funktionen, um zu verstehen, wie sie im Alltag funktionieren. Zugleich weist TikTok die Darstellung von Algo Refresh in der Klage zurück und bestreitet die Vorwürfe New Yorks in Gerichtsunterlagen. Die Klage hatte die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James 2024 eingereicht.