NVIDIA stellte DSX POD am 21. Oktober 2026 als modularen Entwurf für KI-Fabriken vor. Für einen vorbereiteten Standort schätzt das Unternehmen, dass sich die Bereitstellung von sechs Monaten auf nur 14 Tage verkürzen könnte. Weltweite Lieferungen durch Partner sind für Anfang 2027 geplant.

DSX POD soll den Aufbau von KI-Fabriken verkürzen

NVIDIA erläutert DSX und seine Angaben zu KI-Fabriken, Stromverbrauch und Wasserbedarf im englischsprachigen Video.

DSX POD ist ein modularer Referenzentwurf im Containerformat für vollständige KI-Fabriken auf Basis von Vera Rubin. Ein Referenzentwurf ist eine technische Vorlage, nach der Partner Anlagen aufbauen können. NVIDIA zufolge integrieren und prüfen die Partner die Systeme vor der Auslieferung.

Die Schätzung von bis zu 14 Tagen gilt für einen vorbereiteten Standort. Sie beschreibt NVIDIAs Erwartung für den Aufbau mit DSX POD, nicht einen bereits erreichten Zeitwert. Die geplanten Partnerlieferungen sollen weltweit Anfang 2027 beginnen.

NVIDIA stellt DSX in einer englischsprachigen Präsentation vor und erläutert dabei auch eigene Angaben zu Stromverbrauch, Wasserbedarf und Aufbauzeit.

NVIDIA zufolge kann DSX MaxLPS für dieselbe Zahl erzeugter Tokens bis zu 30 Prozent weniger Strom benötigen. Für eine Anlage mit einer Leistung von 2 GW schätzt das Unternehmen gegenüber herkömmlichen Kühltürmen eine mögliche Einsparung von bis zu 54 Millionen Litern Wasser pro Tag. Der Einsatz von Trockenkühlern hängt laut NVIDIA vom Klima ab; in besonders heißen Perioden kann zusätzliche mechanische Kühlung nötig sein.

Die britische Investitionszusage umfasst zwei Milliarden Pfund

NVIDIA kündigte eine Investition von zwei Milliarden Pfund in den britischen Markt an, um KI-Start-ups und Infrastruktur zu unterstützen und Arbeitsplätze sowie Unternehmensgründungen zu fördern. Das Unternehmen beschreibt die Investition als in den USA angesiedelt und im Vereinigten Königreich aktiviert. Zum Kreis der genannten Venture-Capital-Partner gehören Accel, Air Street Capital, Balderton Capital, Hoxton Ventures und Phoenix Court. NVIDIA ordnet das britische Programm seinem umfassenderen Engagement in Europa zu.

Zuvor hatte NeoTeo über NVIDIAs geplante Investitionen in vier französische KI-Unternehmen berichtet.

Sferical One ist in Schweden bereits gestartet

NVIDIA beschreibt Sferical One als gestarteten, gemeinsam genutzten Supercomputer in Schweden. Das System umfasst zwei NVIDIA DGX SuperPODs, 16 Racks mit DGX-GB300-Systemen und insgesamt 1.152 GPUs. Zum Konsortium gehören AstraZeneca, Ericsson, Saab, SEB und Wallenberg Investments; SKF ist strategischer Partner.

Weitere Vorhaben in Schweden sind geplant

NVIDIA und die Norrsken Foundation planen, das Stockholm AI Lab 2027 zu eröffnen. Für die nordische Region prognostiziert NVIDIA bis Ende 2027 eine KI-Cloud-Kapazität von 1 GW.