In den US-Routentests von RootMetrics kamen Starlink-D2D-Textnachrichten seltener und langsamer an als über ein terrestrisches Mobilfunknetz. Ooklas am 3. November veröffentlichte Auswertung berichtet außerdem, dass der Anteil der T-Mobile-Routentests ohne Signal im Vergleich zu 2024 zurückging. Die Messungen aus dem zweiten Halbjahr 2026 fanden in fahrenden Autos statt. Ooklas Auswertung

RootMetrics verglich Starlink Direct to Cell (D2D), also eine direkte Satellitenverbindung zum Mobiltelefon, mit einem terrestrischen Mobilfunknetz auf denselben US-Routen. In den Tests im zweiten Halbjahr 2026 wurden 86,1 % der D2D-Texte zugestellt, gegenüber 98,1 % im Mobilfunk. Die mittlere Zustellzeit lag bei 16,6 Sekunden für D2D und 1,3 Sekunden für das terrestrische Netz.

MessgrößeStarlink D2DTerrestrischer Mobilfunk
Erfolgreich zugestellte Texte86,1 %98,1 %
Mittlere Zustellzeit16,6 Sekunden1,3 Sekunden
Vollständig erfolgreiche Lite-Data-Aufgaben60,1 %92,9 %
Teilweise erfolgreiche Lite-Data-Aufgaben34,5 %5,9 %
Keine Verbindung bei Lite-Data-Aufgaben5,4 %1,2 %
Mittlere Dauer einer Lite-Data-Aufgabe922 ms156 ms

Die Lite-Data-Aufgabe bestand darin, 20 Sekunden lang einmal pro Sekunde eine 30-KB-Datei herunterzuladen. Vollständig erfolgreich war ein Durchlauf, wenn alle angesetzten Downloads gelangen. Der Test prüft somit, ob kurze Datentransfers abgeschlossen werden, nicht die maximale Datenrate einer Verbindung.

Die Dauer dieser Aufgabe lässt sich nicht sinnvoll in eine Spitzendatenrate umrechnen: Der kurze Transfer füllt die Verbindung nicht aus, und die Zeit wird laut Ookla vor allem durch die Hin- und Rückwege der Daten geprägt. Auch die übrigen Messwerte gelten für die getesteten US-Routen, nicht für alle Einsatzbedingungen. RootMetrics testete in fahrenden Autos; laut Ookla empfiehlt Starlink für D2D eine stationäre Nutzung im Freien.

Signalwerte und Tests ohne Empfang

Auf den von RootMetrics getesteten T-Mobile-Nationalrouten sank der Anteil der Messungen ohne Signal von 2,01 % im zweiten Halbjahr 2024 auf 0,50 % im zweiten Halbjahr 2026. Rund 2 % der T-Mobile-Routentests entfielen im zweiten Halbjahr 2026 auf eine D2D-Verbindung.

Eine getrennte Messreihe von Ookla beruht auf gesammelten Android-Hintergrundscans in den USA von Oktober 2025 bis September 2026. Beim RSRP, einem Maß für die empfangene Signalstärke, lag der Median für D2D bei −120 dBm und für terrestrisches LTE bei −105 dBm. Werte näher an null entsprechen einer stärkeren empfangenen Signalstärke. Diese Hintergrundscans sind eine andere Messreihe als die kontrollierten RootMetrics-Fahrtests.

Was die Beam-Schätzungen über Datenraten aussagen

Ookla berechnete eine Kapazität von 4,7 Mbps pro Beam. In die Berechnung flossen ein RSSNR von 3,0 dB und ein Betrieb mit 5 MHz ein. RSSNR beschreibt das Verhältnis von Signal zu Rauschen. Die 4,7 Mbps sind eine modellierte Kapazität pro Funkbereich, keine gemessene Downloadrate eines einzelnen Smartphones. Ookla beschreibt einen D2D-Beam als etwa 34 Kilometer breit.

Eine frühere US-Studie von Garcia-Cabeza und Mitautoren modellierte aus Messungen von Oktober 2024 bis Juli 2025 eine Downlink-Kapazität von 3,1 Mbps pro Beam. Die Arbeit bezeichnet diesen Wert als obere durchschnittliche Durchsatzschätzung für einen einzelnen Nutzer, der den gesamten Beam belegt. Die Schätzungen von 3,1 und 4,7 Mbps beruhen auf unterschiedlichen Zeiträumen und Methoden. Die Studie von Garcia-Cabeza und Mitautoren

In einer am 4. März 2024 bei der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) eingereichten Mitteilung berichtete SpaceX über experimentelle Tests im PCS-G-Block mit Zustimmung von T-Mobile. Die gemessenen Linkbudgets für Uplink und Downlink lagen demnach innerhalb von 1 bis 2 dB der modellierten Werte. Ein Linkbudget bilanziert die Signalbedingungen auf einer Funkstrecke; die FCC-Einreichung nennt keine Uplink-Datenrate. SpaceX’ Einreichung bei der FCC