Der gemeinsam mit Planet Labs PBC entwickelte Project-Suncatcher-Prototyp erreichte Berichten zufolge am 1. Oktober 2026 an Bord der SpaceX-Mitflugmission Transporter-18 den Orbit. Der Flug ist ein Forschungstest: Google untersucht, wie sich Hardware für maschinelles Lernen unter Bedingungen im All verhält. Eine Gemma-Version soll auf dem Prototyp jeweils rund 15 Minuten laufen; die Wärmeentwicklung begrenzt dem Bericht zufolge die Laufzeit.
Die Vorgeschichte des Vorhabens mit Planet Labs PBC behandeln wir in einem früheren Überblick zum Suncatcher-Test.
Was Project Suncatcher im All untersucht
Google will mit dem Versuch Daten dazu sammeln, wie Tensor Processing Units (TPUs) Startbelastungen, Strahlung und thermische Bedingungen im Orbit verkraften. TPUs sind spezialisierte Beschleuniger für maschinelles Lernen. Der Prototyp dient damit der Erforschung möglicher KI-Rechenleistung im All.
Die Wärmeabfuhr ist dabei eine zentrale technische Aufgabe: Im Vakuum gibt es keine Luft, die Wärme von den Chips abtransportiert. Google untersucht dafür unter anderem Wärmerohre und Radiatoren, die Wärme abstrahlen sollen.
Was Googles Startkostenmodell berechnet
Googles Forschungspapier modelliert, dass Starts in den niedrigen Erdorbit bis Mitte der 2030er-Jahre etwa 200 US-Dollar pro Kilogramm kosten könnten, sofern die Modellannahmen aufgehen.
Die angenommene Lernrate beträgt rund 20 Prozent weniger Preis pro Kilogramm für jede Verdopplung der insgesamt gestarteten Masse. Um diese modellierte Entwicklung aufrechtzuerhalten, setzt die Rechnung etwa 180 Starship-Starts pro Jahr voraus. Das ist eine angenommene jährliche Kadenz im Modell.
Für 2027 plant Google einen Test optischer Verbindungen
Google plant für 2027 einen Test mit zwei Satelliten, die optische Verbindungen erproben sollen. Dabei übertragen Laser Daten zwischen Satelliten; der geplante Versuch ist ein nächster Schritt in der Erforschung orbitaler Recheninfrastruktur.