Ein Richter in New Mexico ordnete am 21. Oktober 2026 an, dass Meta dem US-Bundesstaat 25 Milliarden US-Dollar zahlen soll. Die Anordnung folgte auf ein Juryurteil gegen Facebook wegen Verstößen gegen das Verbraucherschutzgesetz des Bundesstaats. Meta kündigte an, Berufung einzulegen.

Was die Jury feststellte und zurückwies

Der englischsprachige NBC-News-Beitrag fasst die Strafe, das Juryurteil und die Zinsregelung zusammen.

Das Justizministerium von New Mexico teilte am 25. September 2026 mit, die Jury habe Facebook für 43.899.725 Verstöße gegen den Unfair Practices Act verantwortlich gemacht. Die Feststellungen betrafen Aussagen über Erhebung, Schutz, Weitergabe und Nutzung persönlicher Daten sowie über Desinformation, Hassrede, Facebooks Community Standards und die Untersuchung von Drittanbieter-Apps nach dem Cambridge-Analytica-Skandal.

Die Jury gab dem Bundesstaat nicht in jedem Punkt recht. Laut PBS wies sie den Vorwurf zurück, Facebook habe falsche Angaben dazu gemacht, schädliche Inhalte einschließlich COVID-19-Desinformation zu entfernen. Meta-Anwalt Matt Nicholson argumentierte bei einer Anhörung, der Bundesstaat habe nicht nachgewiesen, dass Einwohner von New Mexico die beanstandeten Aussagen gehört oder dadurch Schaden erlitten hätten.

Wohin das Geld fließt und was Meta angekündigt hat

Die 25 Milliarden Dollar sind eine staatliche Strafe, keine Entschädigung für einzelne Facebook-Nutzer. AP und PBS berichten, dass Bußgelder nach dem Verbraucherschutzrecht von New Mexico den Bildungsausgaben des Bundesstaats zugutekommen.

Meta kündigte am 21. Oktober an, Berufung einzulegen. Der Meta-Chefjustiziar C.J. Mahoney sagte, das Unternehmen erwarte, im Berufungsverfahren Erfolg zu haben. AP und PBS zufolge fallen bis zur Zahlung jährlich 15 Prozent Zinsen an. AP berichtet außerdem, dass es Jahre dauern könnte, bis New Mexico das Geld erhält.