Alle sind sich einig, dass Virtual-Reality-Erlebnisse nicht „vollständig“ sein werden, bis jedes der verfügbaren Systeme in der Lage ist, unseren gesamten Körper zu verfolgen und nicht nur den Kopf. Der HTC Vive hat mit seinen Sensoren und speziellen Controllern einen großen Schritt in diese Richtung gemacht. Diese beiden Dinge hat der Entwickler Ryan Sullivan mit seinem System RIPmotion optimal genutzt, das „virtuelle Spaziergänge“ ermöglicht, indem man einfach einen der Controller am Gürtel befestigt.

RIPmotion: Eine andere Art, sich in der virtuellen Realität zu bewegen
RIPmotion

Das Problem der Bewegung in der virtuellen Realität

Eine Zeit lang glaubte man, dass Laufbänder die Platzprobleme für Nutzer von VR-Ausrüstung lösen würden, aber die wichtigsten Modelle wurden auf der letzten CES vorgestellt und kamen nicht besonders gut an. Anscheinend war die Hauptkritik „mangelnde Natürlichkeit“, was logisch ist, wenn man bedenkt, dass man die Füße über eine polierte Oberfläche gleiten lässt, während die Plattform einen auf Hüfthöhe ruhig hält. Die Bewegungsgrenzen in der virtuellen Realität haben keine einfache Lösung, und im Moment scheint es, dass der Nutzer mehrere Kompromisse eingehen muss. Gibt es vielleicht eine Alternative? Der HTC Vive wird mit Sensoren geliefert, die die Controller hervorragend verfolgen. Und genau daran knüpft RIPmotion an.

So funktioniert RIPmotion

Der Entwickler Ryan Sullivan arbeitet seit einiger Zeit mit dem HTC Vive, und sein aktuelles System besteht aus etwas Software und einem Controller am Gürtel. Sowohl der verbleibende Controller als auch die Kopfbewegung bleiben unabhängig, und um sich zu bewegen, muss man nur kleine Sprünge machen oder auf der Stelle „joggen“. Die Geschwindigkeit der virtuellen Bewegung reagiert direkt auf die Intensität des Joggens im echten Leben, und falls nötig, warnt das Sicherheitsraster des HTC Vive vor den räumlichen Grenzen.

Ich denke, der wichtigste Aspekt von RIPmotion ist nicht die Bewegung, sondern die Kombination aus Bewegung und der Möglichkeit, in unabhängige Richtungen zu schauen und zu schießen. Derzeit ist RIPmotion kaum mehr als eine Tech-Demo, aber ich schätze, dass mehrere Unternehmen seine Entwicklung sehr genau beobachten sollten. Viele Spiele sind mit dem falschen Fuß in die virtuelle Realität gestartet, und alles, was die Erfahrung irgendwie verbessern kann, ist sicherlich willkommen.

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