5G? Die meisten unserer Leser träumen noch von einem ordentlichen 4G-Netz, aber in einigen Teilen der Welt sind die Tests für 5G-Netze bereits weit fortgeschritten. Wir müssen im Grunde nach Japan reisen, wo der größte Mobilfunkbetreiber NTT DoCoMo und Samsung zwei neue Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt haben. Der erste bestand darin, eine stabile Verbindung mit 2,5 Gigabit pro Sekunde auf einem mobilen Gerät zu halten, der zweite darin, dies in einem Auto zu tun, das mit 150 Kilometern pro Stunde unterwegs war, was die Machbarkeit von 5G-Verbindungen auf Plattformen wie dem Shinkansen-Zugnetz bestätigt.
Hintergrund: Tests mit Huawei
Im Oktober 2015 berichteten wir über eine Reihe von Tests, die NTT DoCoMo gemeinsam mit Huawei zu 5G-Netzen durchgeführt hat. Damals lag die Spitzengeschwindigkeit bei 3,6 Gigabit pro Sekunde, während der Durchschnitt bei 1,34 Gigabit pro Sekunde blieb – eine Zahl, die wir alle sofort akzeptieren würden. Es ist keine Überraschung, dass die westlichen Mobilfunkbetreiber viel zu wünschen übrig lassen. Sie sind teuer, langsam und in jeder Hinsicht restriktiv. Ob aus politischen Gründen oder wegen Verzögerungen bei Investitionen: Einige Länder bauen immer noch 4G-Netze aus, und ihre Durchdringungsraten verblassen im Vergleich zu den Top 3 Südkorea, Japan und Hongkong. Jetzt legt NTT DoCoMo wieder nach, diesmal mit Unterstützung von Samsung.
Die neuen Rekorde
Die offizielle Pressemitteilung erklärt, dass der letzte Test zwei neue Marken erreichte. Die erste ist eine stabile Verbindung mit 2,5 Gigabit pro Sekunde – fast doppelt so hoch wie die Ergebnisse, die DoCoMo im letzten Jahr erzielte. Und die zweite ist, dass diese Verbindung in einem Fahrzeug aufrechterhalten wurde, das mit 150 Kilometern pro Stunde unterwegs war. Als Ort wurde der Fuji Speedway gewählt, und die Übertragungen erfolgten über das 28-GHz-Band, eine der „Kandidatenfrequenzen“ für kommerzielle 5G-Netze in Japan.
Wir verstehen zwar den Wert einer schnelleren Verbindung, aber die Tatsache, dass sie in einem Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit aufrechterhalten wurde, erfordert einige zusätzliche technische Details. Abschwächungsprobleme sind bei so hohen Frequenzen bereits schwer zu lösen, und ein sich bewegendes Fahrzeug hilft nicht gerade. DoCoMo und Samsung haben dies mit sehr fortschrittlichen Varianten der MIMO-Technologie kompensiert, einschließlich Beamforming und Beamtracking. Wenn wir einen Moment über die Hochgeschwindigkeitszüge Japans nachdenken, sind solche Anstrengungen durchaus sinnvoll.