Berichte meldeten am 22. und 23. Oktober 2026, dass SmileBASIC 4 in mehreren Nintendo-eShops nicht mehr zum Kauf angeboten wurde. Die Beobachtungen unterschieden sich je nach Markt und Zeitpunkt. Nintendo hatte ns2jb bis zum 23. Oktober nicht als Grund für die Auslistung genannt.

Was die eShop-Beobachtungen zeigen

Die Meldungen vom 22. und 23. Oktober bezogen sich auf unterschiedliche Märkte und Abrufwege. Am 22. Oktober galt der Eintrag im britischen eShop laut einer damaligen Meldung als entfernt, während SmileBASIC 4 in den USA, Kanada und Mexiko noch gelistet war. Am folgenden Tag wurde um 22:30 Uhr japanischer Zeit gemeldet, dass der Kauf in japanischen und internationalen Nintendo-Stores nicht möglich sei.

Datum und UhrzeitMarkt oder KontoGemeldeter Store-Zugang
22. Oktober 2026Vereinigtes Königreich; USA, Kanada und MexikoIm britischen eShop war SmileBASIC 4 nicht mehr gelistet; in den drei nordamerikanischen Märkten wurde es zu diesem Zeitpunkt noch geführt.
23. Oktober 2026, 22:30 Uhr japanischer ZeitJapanische und internationale Nintendo-StoresDer Kauf wurde als nicht verfügbar gemeldet.
23. Oktober 2026, Aufnahmezeit nicht genanntUS-KontoMichael Crump zeigte einen Weg über den News-Bereich zu SmileBASIC 4 und sagte, er habe die Anwendung kurz vor der Aufnahme heruntergeladen.

Crump führte über die News-Kanalliste und einen SmileBASIC-4-Hinweis zu „Verwandte Produkte“. Auf seiner Konsole wurden die Systemversion 23.0.1 und die Anwendungsversion 4.4.9 angezeigt. Seine Demonstration dokumentiert den Zugriff zu diesem Zeitpunkt, nicht den späteren Store-Status.

Was Codex zu ns2jb beitrug

Der Sicherheitsforscher Sammy Hajhamid beschreibt ns2jb als rein softwarebasierten, tethered Exploit für Nintendo Switch 2. „Tethered“ bedeutet hier, dass der Exploit nach einem Neustart erneut ausgeführt werden muss. Hajhamid ordnet den Test der Firmwareversion 23.0.1 zu.

Hajhamid zufolge fand OpenAI Codex einen 32-Bit-Integerüberlauf im Interpreter von SmileBASIC. Den anschließenden Fehler im Dateisystemdienst untersuchte Hajhamid selbst. Er bezifferte die Arbeit am Exploit auf ungefähr zwei Wochen; die separate Modifikation von Mario Kart World sei an einem Tag entstanden.

Ein im Zusammenhang mit dem Versuchsaufbau gezeigter Prompt war laut Hajhamid eine Scherzbeschriftung. Er stellte die Arbeit als menschlich geleiteten Forschungsprozess dar, bei dem Codex einen einzelnen Fehler fand, nicht als Ergebnis eines Prompt, der den Exploit selbstständig entwickelte.

Wie weit die Vulkan-Demonstration ging

Ravens Claw X erklärte später, die Vulkan-Demonstration sei innerhalb der SmileBASIC-Sandbox geblieben. Nicht signierte Codebereiche seien weiterhin nicht ausführbar gewesen. Ein im Umlauf befindliches Bild eines Homebrew Launchers bezeichnete Ravens Claw X als SmileBASIC-Mock-up.

Diese Einordnung betrifft jene Vulkan-Demonstration. Hajhamids separate Beschreibung von ns2jb nennt nativen Code mit den üblichen Berechtigungen der Systemmodule und des integrierten fs-Moduls. Er beschreibt den Exploit als Schritt in Richtung möglicher Custom Firmware, nicht als fertige Custom Firmware.

Nintendos allgemeine Hilfe zu erneuten Downloads

Die US-amerikanische Nintendo-Hilfe nennt als allgemeine Regel, dass gekaufte digitale Inhalte mit dem Nintendo Account erneut heruntergeladen werden können, über den der Kauf erfolgte.