Die Erforschung des Weltraums erfordert enorme Ressourcen, daher ist Effizienz eine ihrer Prioritäten. Auf der Erde verfügen wir über sehr leistungsfähige und stabile Hardware, doch die Feindseligkeit des Vakuums ändert die Regeln völlig. So kommen wir zu dem Spaceborne Computer, einem Computer, der letzten Monat zur Internationalen Raumstation gelangte. Gebaut wurde er von Hewlett Packard Enterprise unter Verwendung handelsüblicher Komponenten, und obwohl die Höchstgeschwindigkeit einen TeraFLOP nicht übersteigt, reicht sie mehr als aus, um seine Funktionsweise und Robustheit zu bewerten.
Ein TeraFLOP im Weltraum
Moderne Hardware hat es uns ermöglicht, eine erschreckende Rechenleistung auf den Schreibtisch zu stellen. Ende Juli sprachen wir über ein System mit 50 TeraFLOPS für etwas mehr als 3.000 Dollar, und wir sind überzeugt, dass wir im nächsten Jahr noch beeindruckendere Zahlen sehen werden, und wir dürfen auch das Rennen um den ExaFLOP in der Welt der Supercomputer nicht ignorieren. Nun ... stellen wir uns einen Computer mit einem TeraFLOP vor. Diese Leistung beeindruckt nicht allzu sehr, wenn man bedenkt, dass Supercomputer diese Marke bereits 1996 hinter sich gelassen haben und etwas so Einfaches wie eine Radeon RX 550 in einfacher Genauigkeit 1,1 TFLOPS erreicht, aber der betreffende Computer hat ein ganz besonderes Detail: Er ist der schnellste im Weltraum.
https://www.youtube.com/embed/VpA-t4gJVoQDie Mission und die Technik
Es handelt sich um den Spaceborne Computer, entstanden aus einer Zusammenarbeit zwischen der NASA und Hewlett Packard Enterprise. Das Ziel dieser Mission ist es, ein Jahr lang die Leistung und Integrität konventioneller Computerkomponenten an Bord der Internationalen Raumstation zu testen. Der Computer kam letzten Monat mit einem Start von SpaceX dort an, wurde aber in den letzten Tagen aktiviert. Leider haben wir keine genauen Spezifikationen des Computers, außer dass er auf zwei Apollo-40-Servern von HPE mit Intel-Broadwell-Prozessoren, mehreren Solid-State-Laufwerken und Red Hat Enterprise Linux als Betriebssystem basiert.
Seine 56,2 Kilogramm machen ihn auf der Erde schwer zu handhaben, aber seine Installation in der Station verlief ohne Zwischenfälle, trotz der erforderlichen elektrischen Umstellung. Der erste Test unter LINPACK lieferte das erwartete Ergebnis, einen TeraFLOP, der bereits validiert wurde. Der Spaceborne Computer hat zwölf harte Monate vor sich, aber wenn er es erfolgreich bis zum Ende schafft, wird er sicherlich zu noch leistungsfähigeren Systemen im Weltraum führen.