Valve setzt Proton in Steam Preview und Beta standardmäßig für Windows-Programme ein, die als Nicht-Steam-Spiele registriert sind. Nutzer müssen das Programm also weiterhin selbst zu Steam hinzufügen; die manuelle Auswahl von Proton entfällt. Valve führt die Änderung in seinem Steam-Client-Changelog auf.

Was sich beim Hinzufügen eines Spiels ändert

Die Änderung betrifft Windows-Binärdateien, die in Steam als Nicht-Steam-Spiele eingetragen sind. Steam wählt für diese Einträge Proton als Kompatibilitätswerkzeug aus. Proton ermöglicht es, Windows-Software unter Linux auszuführen.

Der Registrierungsschritt bleibt bestehen: Das Programm muss zunächst als Nicht-Steam-Spiel in Steam aufgenommen werden. Automatisiert wird die Auswahl von Proton, nicht das Hinzufügen des Programms.

Weitere Korrekturen im Client-Eintrag

Valve nennt im selben Eintrag mehrere weitere Änderungen: Ein Fehler, durch den manche Nicht-Steam-Spiele nach dem Ändern der Zieldatei über „Browse“ nicht starteten, wurde behoben. Auch ein Problem, bei dem „Stop“ ein mit einem externen Werkzeug gestartetes Spiel nicht schloss, wurde korrigiert. Hinzu kommen eine Korrektur für eine vorübergehend falsche Spielzeit-Anzeige in der Bibliothek und eine Fehlerbehebung beim Sortieren von Controllern unter Linux. Außerdem lässt sich der Bildschirmschoner während eines Spiels deaktivieren. Alle Änderungen stehen in Valves Changelog.

Proton als Standard bedeutet nicht, dass jedes Spiel läuft

Die automatische Auswahl von Proton garantiert nicht, dass ein bestimmtes Spiel startet. Borja Rodríguez berichtete bei El Chapuzas Informático, dass Launcher, DRM und Anti-Cheat-Systeme die Kompatibilität beeinträchtigen können. Laut seinem Bericht können Easy Anti-Cheat und BattlEye mit Proton funktionieren, wenn Entwickler die Unterstützung aktivieren oder konfigurieren; Kernel-basierte Anti-Cheat-Systeme bleiben dabei eine Einschränkung. El Chapuzas Informático berichtet über die Änderung und diese Kompatibilitätshürden.

Für einzelne Spiele bietet ProtonDB gebündelte Berichte von Spielern und Vorschläge zur Fehlerbehebung. Diese können bei der Einschätzung helfen, garantieren aber nicht, dass ein Titel auf jeder Konfiguration läuft. ProtonDB sammelt Kompatibilitätsberichte aus der Community.