Die Idee, eine eigene Solarlösung zu entwickeln, ist nicht gerade neu, und in den meisten Fällen passt sich jedes Projekt an persönliche Bedürfnisse, die Verfügbarkeit von Materialien und natürlich das Budget an. Das Projekt SunZilla jedoch will dieser Art von Entwicklungen eine Open-Source-Ebene hinzufügen – mit einem kompakten, zusammenklappbaren, ziemlich tragbaren System, das auf handelsüblicher Hardware basiert und mit relativ geringen Kosten (unter 1.100 Euro) auskommt.
Es ist ein erstrebenswertes Ziel für jeden, der seine Abhängigkeit von traditionellen Energiequellen verringern möchte oder beschließt, ohne die klassischen „Infrastrukturschmerzen“ zu leben. Solarmodule auf dem Dach oder im Garten zu installieren hat Vorteile, aber der „Einstiegspunkt“ liegt oft sehr hoch – mit Investitionen im fünfstelligen Bereich, die nicht jeder stemmen kann. In manchen Regionen subventionieren die Energieversorger einen Teil der Installation, aber das ändert sich gerade. Ein kritisches Beispiel ist Nevada, wo eine neue Reihe von Steuern verabschiedet wurde, die im Wesentlichen die lokale Solarindustrie vernichtete und potenziellen Verbrauchern keine Optionen mehr ließ. Mehrere Medien sprechen bereits von einem „Krieg“ zwischen herkömmlichen Versorgern und jenen, die entschlossen sind, ihre eigene Solarlösung zu installieren – und egal wie viele Hindernisse auf rechtlicher oder bürokratischer Ebene auftauchen, die Leute sind bereit zu wechseln, während der Markt mit immer günstigeren Komponenten reagiert.
Das gesagt, schadet es nie, bestehende DIY-Alternativen zu erkunden, und eine, die in den letzten Tagen an Zugkraft gewonnen hat, ist SunZilla. Laut dem offiziellen Profil des Projekts auf Instructables hat SunZilla Version 3.0 erreicht. Das System ist zusammenklappbar, hat einen viel höheren Grad an Tragbarkeit, als wir erwartet hatten, ist einfach zu installieren und zu entfernen (zwei Personen können den Vorgang auf wenige Minuten reduzieren), verwendet standardisierte, gut verfügbare Teile und – am interessantesten – fast alle Aspekte seines Baus wurden online kostenlos und offen veröffentlicht, unter der Open-Hardware-Lizenz des CERN. Einige Details von SunZilla müssen noch veröffentlicht werden, wie etwa die Software für Visualisierung und Steuerungsmechanismen, aber ich schätze, es wird nicht zu lange dauern.
Technische Daten und Details
Was kann SunZilla genau tun? Wenn wir den Daten seines Referenzmodells folgen, entwickelt SunZilla 3.0 eine Spitzen-Solarleistung von 140 Watt, während seine Speicherkapazität bei etwa 600 Wattstunden liegt. Die maximale Wechselstrom-Ausgangsleistung über den Wechselrichter beträgt etwa 350 Watt – genug, um etwa 30 Smartphones gleichzeitig zu laden. Selbstverständlich ermöglicht das modulare Design von SunZilla, seine Kapazität nach Belieben zu erweitern oder zu reduzieren, indem man die Anzahl der Paneele und/oder Batterien ändert.