SWI Compute kündigte am 26. Oktober 2026 an, in Europa NVIDIA-KI-Fabriken aufzubauen und zu betreiben. Das erste große Projekt soll im Vereinigten Königreich mit einer 30-MW-Phase beginnen, die nach Unternehmensangaben bis Ende 2027 ans Netz gehen soll.

30 MW sind für die erste britische Phase geplant

SWI Compute plant für die erste Phase 30 MW. Für den britischen Campus nennt das Unternehmen eine geplante Kapazität von 530 MW. Die Zahlen beschreiben unterschiedliche Ausbaustufen desselben Vorhabens.

Die Kapazitätsangaben stehen für verschiedene Größen

SWI Compute nennt ein Ziel von 2,3 GW KI-Fabrikkapazität bis 2029. SWI Group beziffert die von ihr gesicherte Stromkapazität auf 3,6 GW in Europa und den USA; nach Angaben der Gruppe hat sie über 24 Standorte Zugriff darauf. Die 2,3 GW beziehen sich auf das Ausbauziel für KI-Fabriken von SWI Compute, die 3,6 GW auf die Stromkapazität der Gruppe.

Bereits zuvor hatte NeoTeo über einen Bericht zu SWIs geplantem Vorhaben bei Templus nahe Madrid berichtet. Expansión hatte sich dabei auf nicht namentlich genannte Marktquellen berufen und von einer Vereinbarung berichtet, nach der SWI 13 MW IT-Kapazität im Rechenzentrum anmieten sollte.

Was SWI über Kunden und Systemaufträge meldet

SWI Compute gehört zur SWI Group, die an der Euronext Amsterdam unter dem Kürzel SWICH gelistet ist. Das Unternehmen meldet rund eine Milliarde US-Dollar an Bestellungen für NVIDIA-Systeme und abgeschlossene erste Kundenverträge. Als ersten Kunden beschreibt SWI eine US-amerikanische KI-Inferenzplattform, die KI-Modelle für konkrete Anfragen ausführt. Den Kunden nennt das Unternehmen nicht. Delta Computers soll als Systemintegrator an den geplanten Einsätzen beteiligt sein.