Es lebe der Wettbewerb. Der Computermarkt blüht mit ihm auf und verkümmert, wenn er fehlt – das haben wir auf die harte Tour gelernt. Der Raspberry Pi hat die Art und Weise verändert, wie wir mit Hardware experimentieren, aber das liegt auch daran, dass er keinen Gegner mit ähnlicher Beliebtheit und Reichweite hatte. Asus plant, das mit seinem neuen Tinker Board zu ändern und setzt auf bessere Spezifikationen: doppelte Leistung im Vergleich zum Raspberry Pi 3 und doppelten Arbeitsspeicher.

Tinker Board: Der „Raspberry Pi 3“ von Asus
Tinker Board

Viele Enthusiasten bevorzugen den Raspberry Pi 3 aufgrund seiner Leistung. Eines der beliebtesten Projekte ist die Retro-Konsole, aber Berichten zufolge ist die PlayStation-1-Emulation so etwas wie die „Grenze“ für jedes RetroPie-Projekt. Das hat dazu geführt, dass Nutzer leistungsfähigere Optionen fordern, auch wenn der Preis etwas höher liegt. Ich bin sicher, ein Raspberry Pi für 50 Dollar mit höherer Frequenz oder mehr Kernen hätte enorme Nachfrage. Das hängt natürlich von mehreren Faktoren ab, angefangen damit, was Broadcom der Raspberry-Pi-Stiftung bieten kann, und wie gut die thermische Lösung ist (der Raspberry Pi 3 wird schon ziemlich warm). Vielleicht kommt die Antwort von einem anderen Unternehmen, und eines, das interessiert scheint, ist Asus.

Tinker Board: Der „Raspberry Pi 3“ von Asus
Asus will Nutzer mit mehr Rechenleistung und doppeltem Arbeitsspeicher locken. Wird das reichen?

Technische Daten

Der taiwanesische Gigant stellte seinen neuen Computer Tinker Board vor, der auf einem Rockchip RK3288-SoC basiert. Es handelt sich um einen Quad-Core-ARM-Cortex-A17 mit 1,8 GHz und einem Mali-Videomodul mit 4K-Unterstützung. Der Arbeitsspeicher beträgt 2 GB DDR3L (der Raspberry Pi 3 hat 1 GB LPDDR2), es gibt einen microSD-Steckplatz mit SDIO-3.0-Schnittstelle (die Lese-/Schreibvorgänge sollten also etwas schneller sein), vier USB-Anschlüsse, Gigabit-Ethernet, einen HDMI-Anschluss, WiFi n mit austauschbarer Antenne und insgesamt 40 Pins, die scheinbar teilweise mit dem Raspberry Pi 3 kompatibel sind. Außerdem finden sich Anschlüsse für Kameras und kompakte Displays, ein 3,5-mm-Audioausgang und ein Micro-USB-Anschluss zur Stromversorgung des gesamten Systems (5 V bei 2 A).

Preis und Verfügbarkeit

Die technischen Daten des Tinker Board wurden über Folien verteilt, aber die offizielle Asus-Seite hat noch nichts. Tatsächlich wissen wir nicht einmal den Preis. Asus verspricht doppelte Leistung im Vergleich zum Raspberry Pi 3, und wir sollen angeblich Debian problemlos installieren können. Das gewährleistet die Ausführung der wichtigsten Pakete (vor allem RetroPie), aber Asus sollte zwei kritische Details nicht aus den Augen verlieren: Kosten und Verfügbarkeit.

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