Wer die Weltraumstarts aufmerksam verfolgt, weiß wahrscheinlich, dass am 18. April die Versorgungsmission Cygnus CRS OA-7 zur Internationalen Raumstation gestartet ist. In ihrem Manifest befinden sich mehr als 30 CubeSat-Einheiten, und eine davon ist UPSat, der erste Open-Source-Satellit. Vom allgemeinen Design bis zur Software ist alles öffentlich verfügbar und kann als Grundlage für ähnliche Entwicklungen dienen.
Ein weiterer erfolgreicher Start, eine neue Mission zur Internationalen Raumstation, und die Verwirklichung vieler Träume. Das klingt vielleicht etwas poetisch, aber es ist extrem kompliziert, ins All zu gelangen, selbst für spezialisierte Institutionen. Glücklicherweise ist diese Schwierigkeit dank der Fortschritte bei den Mini-Satelliten CubeSat gesunken. Einige Medien haben CubeSat als Verantwortlichen für die Demokratisierung des Weltraums bezeichnet, aber persönlich glaube ich nicht, dass dies bereits der Fall ist. Außerdem muss man, um ins All zu gelangen, zuerst einen Satelliten entwerfen. Wo fangen wir an? Da kommen die Libre Space Foundation und die Universität Patras in Griechenland ins Spiel.
Das Projekt trägt den Namen UPSat und ist, einfach ausgedrückt, der erste Open-Source-Satellit. Das gesamte Material zu seinem Bau, einschließlich Chassis und Firmware, ist frei und ohne Kosten zugänglich. UPSat ist Teil von die QB50-Mission, die ein Netzwerk aus 50 CubeSats 2U und 3U in die Umlaufbahn bringen will (UPSat ist ein 2U). Den verfügbaren Informationen zufolge brachte der Flug Cygnus CRS OA-7 die ersten 31 Satelliten zur Raumstation, und der Rest wird mit Hilfe eines von ISRO (der indischen Raumfahrtagentur) entwickelten PSLV-XL-Fahrzeugs eintreffen, dessen Start für die letzten Tage im Mai geplant ist.
Das Open-Source-Profil von UPSat erstreckt sich auch auf seine Telemetrie, aber wer selbst zuhören möchte, kann eine SatNOGS-Station bauen und auf 435,765 MHz einstellen. Die Bereitstellung von UPSat wird vom Programm NanoRacks durchgeführt, und obwohl es keine genauen Daten gibt, kündigte die offizielle Seite an, dass ihre Freigabe „in einigen Wochen“ erfolgen werde.