Die Google-DeepMind-Forscher Maxence Faldor, Satinder Singh und Roberta Raileanu berichten, dass vier Gemini 4 Argon-Agenten in Minecraft den Enderdrachen besiegten. Vom ersten Programm bis zum Erfolg vergingen 27 Stunden und 14 Minuten. Die Agenten steuerten ihre Figuren mit JavaScript über Mineflayer und spielten in einer zufällig erzeugten Survival-Welt auf dem Schwierigkeitsgrad „Easy“.
Was die Agenten in Minecraft geschafft haben
Das Ziel war, den Enderdrachen zu besiegen. Laut den Forschern verzeichnete der Server danach den Fortschritt „Free the End“. Die Angaben beziehen sich auf Minecraft Java Edition 1.20.4. Sie beschreiben dieses konkrete Spielziel, nicht sämtliche Möglichkeiten des offenen Spiels.
Bis zum Sieg schrieben und starteten die vier Agenten 2.783 Programme, tauschten 229 Nachrichten im Spiel aus und starben 605-mal. 69 dieser Tode ereigneten sich im Kampf gegen den Enderdrachen. Rund 22 Prozent der Programme endeten mit einem Fehler. Der Server wurde sechsmal neu gestartet; dadurch stand die Spielwelt insgesamt etwa 20 Minuten still.
Mineflayer steuerte die Figuren per Code
Die Agenten spielten nicht, indem sie den Bildschirm wie ein Mensch mit Tastatur und Maus bedienten. Sie schrieben JavaScript-Programme, die über die Bibliothek Mineflayer und deren Pathfinding-Erweiterung mit dem Spiel interagierten. Das System lieferte strukturierte Spieldaten und Text. Dazu gehörten auch Informationen über Blöcke hinter festem Gestein und den internen Zustand des Drachens.
Die Arbeitsteilung entwickelte sich während des Laufs: Etwa zehn Minuten nach dem ersten Programm schlug ein Agent vor, Aufgaben aufzuteilen. Die vier teilten anschließend Entdeckungen und Koordinaten im Chat und halfen einander, verlorene Gegenstände zurückzubekommen. So ermittelte der Agent janesick anhand zweier Flugbahnen von Enderaugen die Lage der Festung. Die Schätzung lag 43 Meter vom Portalraum entfernt. Später erkannte auratian, dass die Endkristalle den Drachen heilten; die Agenten zerstörten alle zehn.
Die Forscher konnten den Lauf beobachten und pausieren oder stoppen. Nach ihrer Darstellung mussten sie nicht eingreifen. Ein fünfter Gemini 4 Argon-Agent, der Observer, überwachte die Sitzung, spielte aber nicht mit.
Was der einzelne Lauf über die Fähigkeiten aussagt
Die Forscher beschreiben einen erfolgreichen Lauf, ihren ersten Startversuch. Damit liegt eine Demonstration unter den genannten Bedingungen vor, aber keine Erfolgsquote für Wiederholungen. Der Zugriff über Mineflayer auf strukturierte Spieldaten und die eingebaute Wegfindung gehören zu den Bedingungen dieses Ergebnisses; es belegt kein Spielen allein über Bildschirminhalte.
Auch ihren Neuheitsanspruch fassen die Autoren eng: Nach ihrem Kenntnisstand sei es die erste autonome Durchführung von Anfang bis Ende mit Standard-Mineflayer, ohne vorerkundeten Welt-Seed und ohne von Menschen geschriebene, speziell für das Spiel entwickelte Werkzeuge. Sie erwähnen zugleich frühere Berichte über KI-gestützte Siege gegen den Enderdrachen mit anderen Werkzeugen und Spielbedingungen.
Was die API-Kostenschätzungen umfassen
Die Beträge sind Schätzungen anhand von Tokenzählern und öffentlichen API-Listenpreisen. Die beiden Angaben zur Sitzung haben unterschiedliche Umfänge:
| Umfang | Einführungspreise, geschätzt (USD) | Standardpreise, geschätzt (USD) |
| Vier Spieler-Agenten bis zum Sieg | ca. 520 | ca. 1.040 |
| Gesamte Sitzung, einschließlich Observer und eines weiteren Tages Aktivität nach dem Sieg | ca. 810 | ca. 1.620 |
Bis zum Sieg verbrauchten die Spieler-Agenten laut Arbeit etwa 1,35 Milliarden Eingabetokens, von denen 91 Prozent aus dem Kontext-Cache kamen, sowie rund 16 Millionen Ausgabetokens. Darin enthalten waren vier Millionen Tokens für interne Überlegungen. Insgesamt entfielen auf den Zeitraum bis zum Sieg ungefähr 24.000 Modellaufrufe.