ABC berichtete am 19. Oktober 2026, eine WhatsApp-Nachricht mit einer angeblichen Abstimmung für Eliska, die Tochter eines Bekannten, sei in den Stunden vor Veröffentlichung im Umlauf gewesen. Das Öffnen des Links belegt für sich genommen keine Kontoübernahme. Laut Faro de Vigo ist häufig ein weiterer Bestätigungs- oder Verknüpfungsschritt nötig.

Die angebliche Abstimmung für Eliska

Die Nachricht bat darum, für das Mädchen bei einem Ballettwettbewerb zu stimmen. Als Anreiz stellte sie eine kostenlose Tanzstunde in Aussicht. ABC beschrieb die Abstimmungsseite und die abgebildeten Kinder als erfunden; die Porträts seien KI-generiert.

Am 20. Oktober nannten Telecinco und La Razón auch den Namen Sophie. Die Berichte schilderten unterschiedliche Varianten des Köders. Eine andere WhatsApp-Masche, bei der Geldforderungen über kompromittierte Konten verschickt wurden, behandelte bereits ein früherer NeoTeo-Bericht. Hier begann die geschilderte Täuschung mit einer angeblichen Abstimmung.

ABC zufolge forderte die gefälschte Seite zur Eingabe persönlicher Daten auf. Telecinco und La Razón beschrieben außerdem mögliche Abfragen einer Telefonnummer, QR-Code-Scans oder Aufforderungen, ein Gerät zu verknüpfen beziehungsweise einen Verifizierungsschritt auszuführen. Die Berichte schilderten verschiedene Varianten, keinen einheitlichen Ablauf.

Das ist für die Einschätzung wichtig: Faro de Vigo zufolge beweist ein geöffneter Link allein nicht, dass ein WhatsApp-Konto übernommen wurde. Die dort beschriebenen Betrugsversuche erforderten häufig eine weitere Bestätigung oder Verknüpfung. Wer nach dem Besuch der Seite eine unerwartete Aufforderung zur Eingabe eines Codes oder zur Geräteverknüpfung erhält, sollte sie nicht bestätigen.

Ein kompromittiertes Konto kann laut ABC dieselbe Nachricht an Kontakte weiterleiten. Die versendeten Nachrichten seien dabei möglicherweise nicht im üblichen Chatverlauf der betroffenen Person zu sehen.

Verknüpfte Geräte prüfen und Zugriff zurückholen

Faro de Vigo und La Razón rieten dazu, in WhatsApp die verknüpften Geräte zu prüfen und Sitzungen zu beenden, die man nicht wiedererkennt. Wer den Zugriff auf das Konto verloren hat, sollte laut Telecinco die eigene Telefonnummer erneut bei WhatsApp registrieren und den angezeigten Verifizierungsschritten folgen.

Die Berichte empfehlen außerdem, Kontakte über einen anderen Kommunikationsweg zu warnen, keine Verifizierungscodes weiterzugeben, die Bestätigung in zwei Schritten einzuschalten und WhatsApp sowie das Betriebssystem aktuell zu halten. Screenshots der Nachricht und der Seite können als Belege dienen, falls der Vorfall gemeldet wird.