Das am 25. Oktober 2026 veröffentlichte Porträt beschreibt Igalia als Unternehmen, das an Browser-Engines im Umfeld von Chrome und Safari mitarbeitet. Eine Rückschau auf das zweite Halbjahr 2018 zeigt anhand von Chromium und WebKit, wie solche Beiträge aussehen können und warum eine Änderung nicht in beiden Browsern umgesetzt wurde.
Woran Igalia bei Browsern arbeitet
Eine Browser-Engine ist die Softwarekomponente, die Webseiten verarbeitet. Laut dem Porträt arbeitet Igalia an Engines, die mit Chrome, Safari, Firefox, Edge, Brave und Opera verbunden sind. Das umfasst Arbeit an der Softwaregrundlage von Browsern, nicht nur an ihren sichtbaren Funktionen.
Frederic Wang beschrieb in einer Rückschau auf Igalia-Projekte aus dem zweiten Halbjahr 2018 Korrekturen an CSS Grid in Chromium und WebKit sowie Beiträge zu gemeinsamen Tests für die Browser-Kompatibilität. CSS Grid ist ein System, mit dem Webseiteninhalte in Zeilen und Spalten angeordnet werden.
Ein Beispiel zeigt, warum Beiträge zu mehreren Engines nicht automatisch zu identischem Verhalten führen. Wang zufolge wurde eine Änderung an der Listenformatierung bei der Textbearbeitung in Chromium umgesetzt, aber nach Gesprächen mit Apple nicht in Safari. Sie hätte einige Rich-Text-Apps auf iOS beeinträchtigen können. Die Rückschau nennt außerdem ein Igalia-Projekt für MathML in Chromium, das Anfang 2019 gestartet war. MathML dient dazu, mathematische Formeln im Web darzustellen.
Wie Igalia mit Open-Source-Software arbeitet
Igalia arbeitet als Beratungsunternehmen an Open-Source-Software, also an Software, deren Quellcode öffentlich zugänglich ist. Mitgründer Alberto García erklärte im Porträt, dass Kunden Igalia für Anpassungen, Fehlerbehebungen oder neue Funktionen bezahlen. Die daraus entstehenden Verbesserungen stehen anschließend auch anderen zur Verfügung.
Weitere Arbeitsfelder und die Geschichte des Unternehmens
Das Porträt berichtet, dass Igalia den Linux-Bildschirmleser Orca betreut. Es nennt Valve als Kunden und Betriebssysteme, Grafik, Audio und Video als Arbeitsfelder für Spielgeräte wie Steam Deck.
Zehn Absolventen der Universidade da Coruña gründeten Igalia laut dem Porträt im September 2001. Bei dessen Veröffentlichung zählte das Unternehmen demnach knapp 200 Fachkräfte auf drei Kontinenten. García beschreibt außerdem ein Modell, in dem Beschäftigte über Abstimmungen und Konsens an Entscheidungen, Investitionen und Gehaltsfragen mitwirken.