Furious 7 gilt bei vielen Fans als der beste Teil der gesamten The Fast and the Furious-Reihe, sogar über Fast Five hinaus. Doch was diesen Film von den anderen abhebt, ist der Tod von Paul Walker und die Entscheidung, sein Bild digital zu rekonstruieren, mit Hilfe seiner beiden Brüder. Die titanische Aufgabe lag bei Weta Digital, der Effektfirma, die von Peter Jackson selbst gegründet wurde. Insgesamt wurden mehr als 350 Einstellungen verarbeitet, von denen 260 mit der digitalen Version von Walker bearbeitet wurden.
Digitale Schauspieler
Die digitale Bearbeitung von Figuren wird immer mächtiger. Hollywood weiß das und wird nicht aufhören. Wir erinnern uns alle an Gollum in Der Herr der Ringe und Der Hobbit. Disney machte Jeff Bridges in Tron: Legacy um einige Jahrzehnte jünger und ließ die Welt dann mit Rogue One und der „Auferstehung“ von Peter Cushing sprachlos zurück. Generell wurden diese Reproduktionen sehr schlecht aufgenommen, mit Verweis auf ethische, moralische und rechtliche Fragen.
Doch in Furious 7 wurde all das beiseitegeschoben. Der Verlust von Paul Walker war so traumatisch und überraschend, dass das Projekt kurz vor der Absage stand. Der einzige Weg, weiterzumachen, war die volle Kooperation seiner Familie. Was zu einem anderen Zeitpunkt nur ein weiterer technologischer Fortschritt gewesen wäre, war jetzt eine Mission. Furious 7 musste die Erinnerung an Walker intakt bewahren.
https://www.youtube.com/embed/NbT93SoFkrwDie Arbeit von Weta Digital
Die Verantwortlichen des Films nahmen Kontakt zur Effektfirma Weta Digital auf, die von Peter Jackson gegründet wurde. Zunächst war das verfügbare Material von Walker nicht umfangreich genug, um eine vollständige Rekonstruktion in guter Qualität zu entwickeln. Doch die Situation verbesserte sich erheblich, als die Brüder von Walker, Cody und Caleb, sich dem Projekt anschlossen. Das erlaubte Weta, seine gesamte Feuerkraft auf das Gesicht von Paul zu konzentrieren.
Indem man die Gesichter beider Brüder digitalisierte und ihre Ergebnisse mit bestimmten Szenen von Walker aus früheren Filmen kombinierte, gelang es Weta, Aspekte wie die Reaktion der Haut auf Licht und ihre dynamischen Veränderungen durch Gefäßverengung, Stress und Müdigkeit zu reproduzieren.
Die Arbeit von Weta, den Walker-Brüdern und einem dritten Schauspieler (John Brotherton) erreichte 350 Einstellungen. 90 davon „recycelten“ zuvor gedrehtes Material, während der Rest einen vollständigen computererzeugten Gesichtsersatz erhielt. Jetzt bleibt uns nur noch, den Film noch einmal anzusehen und zu versuchen, sie alle zu finden.