Ein am 10. Oktober 2026 veröffentlichter Vergleich von zehn Spielen auf demselben modernen PC ergab keinen Gesamtsieger: Windows 7 lag in ausgewählten CPU-limitierten Situationen und bei beiden getesteten DirectX-9-Spielen vorn. Windows 11 führte häufig in GPU-limitierten DirectX-11-Tests. Welches System besser abschnitt, hing also vom Spiel, der Auflösung und der Belastung der Hardware ab.

Windows 7 und Windows 11: Kein klarer Gesamtsieger

Bei einem CPU-Limit kann der Prozessor die Bildrate bremsen, während die Grafikkarte noch Reserven hat. Bei einem GPU-Limit ist dagegen die Grafikkarte der Engpass. Das erklärt, warum die Ergebnisse je nach Spiel und Auflösung wechselten – es ist aber keine allgemeine Leistungsregel für alle PCs und Spiele.

Auch die 1%-Lows helfen bei der Einordnung: Sie beschreiben besonders niedrige Bildraten und machen Einbrüche sichtbar, die ein Durchschnittswert verschleiern kann. In Metro 2033 Redux erreichte Windows 11 die höhere durchschnittliche Bildrate, während Windows 7 bei CPU-bedingten Einbrüchen bessere 1%-Lows erzielte.

Test-PC, Windows-Versionen und Testbedingungen

Beide Installationen liefen auf derselben Hardware: mit einem AMD Ryzen 7 9800X3D, einer AMD Radeon RX 6950 XT und 64 GB DDR5-6000-Arbeitsspeicher (2 × 32 GB, CL30). Die zehn Spiele verteilten sich auf acht DirectX-11- und zwei DirectX-9-Titel.

Zum Einsatz kamen Windows 7 Ultimate 64-Bit Service Pack 1, Build 7601, und Windows 11 25H2, Build 26200.9278. Beide Installationen waren sauber aufgesetzt. Für Windows 11 waren VBS und HVCI deaktiviert. HAGS wurde in keiner der beiden Konfigurationen vom Grafiktreiber unterstützt.

Die Treiberpakete trugen beide die Bezeichnung AMD Adrenalin 22.6.1, enthielten aber unterschiedliche interne Treiberversionen. Damit ist der Vergleich nicht allein ein Maß für Unterschiede zwischen den Betriebssystemen: Auch die Treiberbasis unterschied sich.

CPU, GPU und DirectX 9 verändern den Vergleich

Windows 7 zeigte Vorteile in einigen CPU-limitierten Situationen. Dazu gehörten die Ergebnisse bei Batman: Arkham Origins und Batman: Arkham Knight mit 1080p sowie die 1%-Lows bei Metro 2033 Redux und The Witcher 3: Wild Hunt. In mehreren GPU-limitierten DirectX-11-Fällen lag Windows 11 vorn.

Bei den zwei DirectX-9-Spielen waren die Grafikpfade verschieden: Windows 7 führte sie nativ aus, Windows 11 nutzte D3D9On12, eine Übersetzungsschicht für Direct3D 9 über Direct3D 12. Die Ergebnisse dieser Spiele vergleichen daher nicht nur zwei Betriebssysteme, sondern auch unterschiedliche Ausführungspfade. Eine andere Übersetzungsschicht wie DXVK könnte den Abstand laut der veröffentlichten Einordnung verringern.

Die berichteten Ergebnisse nach Spiel

SpielAPIAngegebene Auflösung oder BedingungBerichtetes Ergebnis
Metro 2033 ReduxDirectX 11CPU-bedingte EinbrücheWindows 11 erzielte die höhere durchschnittliche Bildrate; Windows 7 die besseren 1%-Lows bei CPU-bedingten Einbrüchen.
Batman: Arkham OriginsDirectX 11CPU-Limit bei 1080p; zusätzlich 4KWindows 7 lag bei 1080p bei Durchschnitt und 1%-Lows vorn und hatte auch bei 4K einen kleineren Vorsprung.
Batman: Arkham KnightDirectX 11CPU-Limit bei 1080p; GPU-Limit bei 1440p und 4KWindows 7 führte bei 1080p, Windows 11 bei 1440p und 4K.
Batman: Arkham CityDirectX 11GPU-Limit bei allen getesteten AuflösungenWindows 11 lag in allen getesteten Auflösungen vorn.
The Witcher 3: Wild HuntDirectX 11Leichtes CPU-Limit bei 1080p; 1440p und 4KWindows 7 erzielte bei 1080p bessere 1%-Lows; Windows 11 lag bei 1440p und 4K knapp vorn.
ControlDirectX 11GPU-Limit bei allen getesteten AuflösungenWindows 11 lag in allen getesteten Auflösungen vorn.
Hitman 2DirectX 11GPU-Limit bei allen getesteten AuflösungenWindows 11 lag in allen getesteten Auflösungen vorn.
Batman: Arkham AsylumDirectX 9Besonders deutlicher Abstand bei 1080p und 1440p; kleinerer bei 4KWindows 7 erzielte bei Durchschnittsbildrate und 1%-Lows deutliche Vorteile, die bei 4K geringer ausfielen.
Borderlands 2DirectX 9Niedrigere Auflösungen und 4KWindows 7 hatte bei niedrigeren Auflösungen einen deutlichen Vorteil; bei 4K war die Leistung nahezu gleich.

Windows-7-Support endete 2020

Für den Test auf der AM5-Plattform waren bei Windows 7 ein Legacy-Startmodus und zusätzlich integrierte NVMe- und USB-3.0-Treiber nötig; offizielle Windows-7-Chipsatztreiber für diese Plattform gab es nicht. Durch die CSM-Konfiguration stand außerdem Resizable BAR nicht zur Verfügung. Ein zusätzlicher Test mit Chipsatztreibern und Resizable BAR verbesserte die 1%-Lows in Metro 2033 Redux leicht, änderte den berichteten Abstand in den CPU-limitierten Ergebnissen aber nicht wesentlich.

Microsoft beendete den Support und die Sicherheitsupdates für Windows 7 am 14. Januar 2020.