Yandex kündigte am 13. Oktober 2026 Entlastungen für Yandex Cloud, Yandex 360 und Yandex Pay an. Der Cloud-Erlass gilt laut Yandex B2B Tech für russische Verfügbarkeitszonen; für 360 und Pay gelten eigene Bedingungen.

Yandex Cloud: Entlastung in russischen Zonen

Yandex B2B Tech kündigte an, aktive Kunden für alle Dienste in sämtlichen russischen Verfügbarkeitszonen bis Ende Oktober von Gebühren zu befreien. Das umfasst laut Mitteilung Firmen und Privatnutzer. Die The Moscow Times beziffert den Zeitraum ohne Abrechnung für die Nutzung auf den 8. bis 31. Oktober 2026.

Yandex 360: persönliche Tarife und eingeschränkte Funktionen

Für Nutzer persönlicher Yandex-360-Tarife sind die Dienste bis Ende Oktober kostenlos. Anstehende monatliche und jährliche Zahlungen für diese Abos werden aufgeschoben, wie Yandex 360 mitteilte.

Der Hinweis nennt zugleich Funktionen, die eingeschränkt waren: automatische Foto- und Video-Uploads in den mobilen Disk-Apps sowie den Download mehrerer Dateien als ein einzelnes Archiv. Auch Antworten des Supports könnten länger als gewöhnlich dauern.

Yandex Pay: Jahreszins und betroffene Zahlungen

Für bestehende Nutzer von Savings-Konten gilt vom 11. bis einschließlich 17. Oktober ein Jahreszins von 20 Prozent, ohne zusätzliche Bedingungen. Die zeitlich begrenzte Rate ist Teil der Mitteilung von Yandex Fintech.

Zahlungen für Super Split oder Yandex-Kredit, die während der Störung fällig waren, sollen nicht als überfällig gelten. Wer bereits eine Verspätungsgebühr zahlen musste, kann sich laut Yandex an den Support wenden, um eine Erstattung zu beantragen.

Betrieb während der Wiederherstellung

Als Yandex die Maßnahmen ankündigte, liefen Yandex Cloud und Yandex 360 laut Yandex B2B Tech nur eingeschränkt: Einige Dienste waren nicht verfügbar, andere Funktionen hatte das Unternehmen bewusst begrenzt, um zentrale Funktionen zu erhalten. Yandex Fintech erklärte, Transaktionen seien über mehrere Rechenzentren repliziert worden; Ingenieure bauten die Infrastruktur wieder auf, um dieses Verfahren und die Sicherheit der Finanzdaten zu erhalten.

Die Entlastungen folgten auf Berichte über Drohnenangriffe auf Yandex-Rechenzentren in Sasowo, Kaluga und Wladimir. Die The Moscow Times berichtete über die Angriffe. Am Morgen des 12. Oktober war für Yandex Cloud weiterhin ein Notfallmodus gemeldet worden; NeoTeo berichtete damals über den Status.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskov sagte laut einem Bericht von Infobae/EFE, die Regierung befasse sich mit den Schwierigkeiten von Yandex; die finanziellen Verluste ließen sich noch nicht beziffern.