Microsoft erklärte Advanced Shader Delivery (ASD) am 21. Oktober 2026 für Windows-Geräte mit unterstützter AMD-, Intel-, Nvidia- und Qualcomm-Hardware als breit verfügbar. Die Funktion liefert vorab kompilierte Shader mit dem Download eines unterstützten Spiels. Ob sie auf einem PC genutzt werden kann, hängt zusätzlich von Windows-Version, Grafikchip und Treiber, dem Spiel sowie dem Downloadweg ab.
Welche Windows- und Hardwarevoraussetzungen gelten?
Microsoft verlangt Windows 11 24H2 oder neuer. Die Grafik- und Treibervorgaben unterscheiden sich nach Hersteller:
| Anbieter | Unterstützte Hardware | Mindesttreiber |
| AMD | RDNA 1, RDNA 2, RDNA 3, RDNA 3.5 und RDNA 4 | Adrenalin 26.6.1 oder neuer |
| Intel | Arc B-Series B570 oder B580; Core Ultra Series 2 oder 3 | 32.0.101.9150 oder neuer |
| Nvidia | Alle RTX-GPUs und RTX Spark | 621.01 oder neuer |
| Qualcomm | Snapdragon X2 Series | 2026.08.3 oder neuer |
Ein passender PC allein reicht nicht: Das jeweilige Spiel muss ASD unterstützen, und der Download muss über einen von Microsoft genannten Weg erfolgen.
Wie kommen die Shader auf den PC?
Shader sind kleine Programme, die die Grafikkarte für die Darstellung eines Spiels nutzt. ASD lässt sie vorab kompilieren, damit sie mit dem Download auf den PC kommen, statt erst beim ersten Start auf dem Gerät vorbereitet zu werden. Im Entwicklungsprozess wird die State Object Database (SODB) eines Spiels in eine Precompiled Shader Database (PSDB) umgewandelt. Microsoft zufolge wird diese vorbereitete Datenbank mit dem Spiel ausgeliefert. Nach einem Grafiktreiberwechsel aktualisiert sich der Shader-Cache laut Microsoft automatisch.
Microsoft nennt die Xbox-PC-App und den Microsoft Store als Downloadwege für ASD-Titel. Für Call of Duty: Modern Warfare 4 empfiehlt Microsoft, die Xbox-PC-App vor dem Spieledownload zu installieren. Direkte ASD-Unterstützung für Steam und Epic Games Store soll folgen. Auch Fortnite soll laut Microsoft mit einem künftigen Update unterstützt werden.
Für den ersten Start von Call of Duty: Modern Warfare 4 nennt Microsoft wenige Sekunden mit ASD gegenüber mehreren Minuten auf einem typischen PC ohne ASD.
Welche Spiele nennt Microsoft, und was bedeutet die Statusmeldung?
Microsofts Liste vom 11. Juni 2026 führt unter anderem Forza Horizon 6, Forza Motorsport, Gears of War: Reloaded, Starfield und Control Standard Edition auf. In seiner Ankündigung vom 21. Oktober nannte Microsoft außerdem Call of Duty: Modern Warfare 4.
Beim Spielstart soll die Meldung „Precompiled shaders installed“ laut Microsoft anzeigen, dass vorab kompilierte Shader installiert sind. Michał Jakubowski berichtete in einem Kommentar zu Microsofts Ankündigung, dass die Shader-Kompilierung bei ihm in Gears of War: E-Day über Game Pass mit Nvidia-Treiber 621.01 trotz dieser Anzeige ebenso lange dauerte wie zuvor.
Was ein einzelner Vergleich zu Gears of War: E-Day zeigt
Der englischsprachige Kanal Mostly Positive Reviews verglich Gears of War: E-Day auf einer RTX 5070 Ti mit aktiviertem und deaktiviertem ASD. Der Kanal berichtet von etwas gleichmäßigeren Framezeiten und weniger Rucklern mit ASD; vollständig verschwanden die Ruckler laut Video nicht. Die Beobachtung bezieht sich auf diesen Vergleich mit einem Spiel und einer RTX 5070 Ti.