Ein Bericht vom 1. Oktober 2026 meldete, AMDs fünf Patches umfassende RMPOPT-Serie v16 sei vor dem Merge-Fenster von Linux 7.4 im Zweig x86/sev des Linux-Tip-Baums eingereiht worden. AMD-Ingenieur Ashish Kalra hatte die Serie am 17. September vorgestellt. Für eine Einreichung während des Merge-Fensters im späteren Oktober und eine stabile Linux-7.4-Version gegen Ende Dezember enthielt der Bericht damalige Prognosen.
Was RMPOPT bei SEV-SNP ändern soll
RMPOPT soll den Prüfaufwand in AMD-EPYC-Systemen mit SEV-SNP verringern. SEV-SNP ist AMDs Technologie für vertrauliche virtuelle Maschinen. Dabei führt die Reverse Map Table (RMP), eine Speicherschutztabelle, Zuordnungen von Speicher zu Hypervisor oder Gast.
Die vorgeschlagene Optimierung setzt eine Prüfung voraus: Der Prozessor muss zunächst alle Einträge einer 1-GB-Region als dem Hypervisor zugeordnet verifizieren. Erst dann können die RMP-Prüfungen für diese Region entfallen. Speicher, der einer SEV-SNP-VM gehört, erfüllt diese Bedingung nicht. RMPOPT zielt damit auf weniger RMP-Prüfaufwand für den Hypervisor und für Nicht-SNP-Gäste auf einem SEV-SNP-System.
RAM-Abdeckung und asynchrone Arbeit im v16-Vorschlag
Die v16-Serie sieht Optimierungen für bis zu 2 TB Systemspeicher vor. Eine Abdeckung oberhalb dieser Grenze soll eine spätere Patchserie ergänzen. Als möglichen Einsatzbereich nannte ein Bericht EPYC-Server mit Zen 6 „Venice“, insbesondere wenn der Arbeitsspeicher nicht bereits mit vertraulichen VMs ausgelastet ist.
Die Optimierungsarbeit soll asynchron über eine eigene Workqueue laufen. Eine Verzögerung von 10 Sekunden soll mehrere VM-Beendigungen bündeln. Wenn eine SEV-SNP-VM endet und ihre Seiten wieder in gemeinsamen Speicher umgewandelt wurden, sieht der Vorschlag vor, die RMP-Optimierungen erneut zu aktivieren. Während SEV-SNP aktiv ist, soll außerdem CPU-Hotplug deaktiviert werden, damit der für diese Arbeit benötigte CPU-Satz stabil bleibt.