In einem am 13. Oktober 2026 veröffentlichten Interview mit Cadena SER beschrieb Roberto Castro, Anwalt der Familie von Inés Mendoza, ein kollektives Verfahren von Moderatorinnen und Moderatoren, die in Barcelona für Meta gearbeitet hatten. Castro schilderte außerdem die Arbeitsbelastung. Ein Bericht von Cadena SER vom 8. Oktober hatte das Verfahren bereits als seit mehr als einem Jahr laufend beschrieben.

Zahlen zum Kollektivverfahren

Cadena SER berichtete am 8. Oktober von 627 Menschen, die die Klage unterzeichnet hatten. Der Bericht nannte außerdem eine größere Gruppe von knapp 700 Personen und rund 100 weitere ehemalige Moderatorinnen und Moderatoren, die sich dem Verfahren anschließen wollten. Die Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Gruppen beziehungsweise Stände des Verfahrens. (Bericht von Cadena SER)

Die von Castro geschilderte Arbeitsbelastung

Castro sagte Cadena SER, die Moderatorinnen und Moderatoren hätten täglich sieben bis acht Stunden gearbeitet und durchschnittlich 500 Videos oder Bilder geprüft. Für psychologische Unterstützung habe ihnen seinen Angaben zufolge eine Stunde pro Woche zur Verfügung gestanden. (Interview mit Cadena SER)

Cadena SER schrieb Meta eine Schätzung zu, wonach zehn Prozent des geprüften Materials gewalthaltig sein könnten. Bezogen auf den genannten Tagesdurchschnitt entspräche das bis zu 50 Videos oder Bildern.

Das Moderationszentrum in Barcelona wurde dem Bericht von Cadena SER zufolge von CCC Digital Services betrieben; Telus übernahm CCC später. Inés Mendoza arbeitete laut dem Sender von 2022 bis Februar 2025 in dem Zentrum.

Die separat geplante Klage von Mendozas Familie

Cadena SER berichtete am 8. Oktober, dass Mendozas Familie eine separate Klage gegen Meta plante. In dem am 13. Oktober veröffentlichten Interview berichtete der Sender, Mendoza sei am 4. Oktober 2026 in Lyon gestorben.