Mobile Suit Gundam prägte eine ganze Generation in Japan. Die Leidenschaft für riesige Roboter und die auf der Serie von 1979 basierenden Franchises machten das Land zur Welthauptstadt der Mechs. Was noch fehlte, war der Bau eines echten Gundam – und genau damit hat man nun begonnen. Mit 18 Metern Höhe, 25 Tonnen Gewicht und 24 Freiheitsgraden soll der RX-78-2 ab Oktober durch Yokohama laufen.
In der Filmadaption von Ready Player One wählt der Hauptantagonist die Form von Mechagodzilla, um gegen die vereinten Spieler von Oasis zu kämpfen, und der Gegner war kein anderer als der RX-78-2 Gundam. Die Roboter-Version des Königs der Kaiju gegen den König der Mechs in Japan – das gibt uns eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie fest die Gundam-Franchise in der allgemeinen Bevölkerung verankert ist. Doch im japanischen Hoheitsgebiet ist die Faszination für den Weißen Dämon auf einem ganz anderen Niveau.
Der Bau eines echten Gundam
Schon vor einem Jahr haben wir über die riesige Nachbildung des Gundam RX-78-2 in Tokio und ihren Nachfolger RX-0 Unicorn gesprochen. Was könnte so ein Projekt übertreffen? Die Antwort ist: einen echten bauen, der laufen kann. Die Gerüstarbeiten haben bereits am Yamashita-Pier begonnen, der dem neuen Gundam ab Oktober als Zuhause dienen soll. Die Aufgabe, die die Ingenieure vor sich haben, ist titanisch. Die ursprünglichen Spezifikationen sehen vor, dass der RX-78-2 18 Meter hoch sein soll, aber dieses Design wird leichter sein, mit einer Masse von 25 Tonnen (im Anime sind es 60).
Das bedeutet 24 Freiheitsgrade der Bewegung, eine Anforderung, die jeden Aktuator, jedes Gelenk und jede Verbindung in der Struktur bis an die Grenzen fordert. Die Hände des Gundam sind zwei Meter hoch, dürfen aber nicht mehr als 200 Kilogramm wiegen, da sie sonst die Funktion von Handgelenken, Ellbogen und Schultern beeinträchtigen würden. Der Designchef Jun Narita gibt zu, dass die Gewichtsbeschränkung „wie ein Fluch“ ist, aber man muss mit dem arbeiten, was man hat. Das allgemeine Design scheint dagegen besser auf Kurs zu sein. Der Verantwortliche Masaki Kawahara bringt enorm viel Erfahrung mit und ist zum vierten Mal am Bau eines Gundam in großem Maßstab beteiligt.
Tomino ist nicht beeindruckt
Wie zu erwarten war, wurde der Schöpfer von Mobile Suit Gundam, Yoshiyuki Tomino, eingeladen, sich den Fortschritt des Baus anzusehen – aber er war nicht sonderlich beeindruckt. Was hat er gesagt? „Es ist langweilig. Es ist einfach nicht interessant … es fühlt sich an, als würde man zurückgehen, um ein 40 Jahre altes Original zu reproduzieren.“ Seine Empfehlungen? Den Platz für den Piloten größer zu machen, modernere Elemente in das aktuelle Design einzubauen und ...
Ja, ich glaube, Yoshiyuki Tomino-san denkt eher an Aphrodite A als an Gundam ...
Quelle: New Atlas
Quelle: Popular Mechanics