Dragon Ball Reanimate: Über 250 Animatoren in einer einzigen Dragon-Ball-Folge
Dragon Ball Reanimate

Dragon Ball ist ein sofortiger Klassiker, egal in welcher Region der Welt wir uns befinden. Der Überlieferung nach betraten Goku und Bulma 1995 erstmals amerikanischen Boden, fast zehn Jahre nach der ursprünglichen Ausstrahlung in Japan. Mit dem zwanzigsten Jubiläum vor Augen startete Tim Tapp vom Portal Seven Star Re-Animate im November 2014 eine große Herausforderung: eine komplette Dragon-Ball-Folge neu zu animieren. Mehr als 250 Animatoren schlossen sich dem Projekt an, und heute könnt ihr das Endergebnis sehen.

Ein bemerkenswertes Detail an Dragon Ball ist zweifellos die Unregelmäßigkeit, mit der die Serie ausgestrahlt wurde. In manchen Ländern sah man zuerst Dragon Ball Z (oder dessen Filme), während man andernorts nur die erste Saga (die um Kaiser Pilaf) zeigte und sie dann ganz aufgab. Trotz all dieser Fehltritte bestreitet niemand, dass Dragon Ball (und hier meine ich Toriyamas Gesamtwerk) einer der großen Botschafter war, die den Anime massiv in den Westen brachten, und er bewegt immer noch Heerscharen von Fans, wie seine neuen Filme und Dragon Ball Super zeigten, das kurz davor steht, die 50-Episoden-Marke zu überschreiten (Folge 48 startet diesen Sonntag).

Das Remake im Detail

Nein, hier liegt kein Fehler vor. Was ihr gerade gesehen habt, ist ein Remake von Folge 8 von Dragon Ball, das Frames und Stile unterschiedlichster Art kombiniert (auch mit Wechseln von 2D zu 3D), aber als Basis das englische Audio beibehält. Laut dem Organisator dieses Projekts, Tim Tapp, war der schwierigste Teil nicht die Koordination der vielen Animatoren, sondern eine Art Mittelweg zwischen den beiden vorhandenen Versionen der Folge zu finden. Die ersten dreizehn Folgen von Dragon Ball wurden 1995 jenseits des Atlantiks ausgestrahlt, aber die Neuausstrahlung von Funimation im Jahr 2001 brachte einige Änderungen und eine andere Synchronisation.

Um ehrlich zu sein, ist Dragon Ball Reanimate nicht das erste Projekt dieser Art, sondern ließ sich von einem anderen inspirieren, genannt Moon Animate Make-Up, das ebenfalls über 250 Animatoren beschäftigte, die zehn Monate lang an einer Sailor-Moon-Folge arbeiteten. Tapp sagte, wenn „die Nachfrage da ist“, habe er einige Ideen für ein weiteres, allerdings müsse man auf eine mögliche Antwort von Toriyama und Co. warten. Technisch gesehen könnte dies als Parodie gelten, aber da ist noch die Sache mit dem Audio...

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