Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) stimmte am 27. Oktober 2026 der Übertragung der FCC-Genehmigungen von Globalstar, Inc. und seinen Tochtergesellschaften an Amazon.com, Inc. zu. Die Zustimmung ist an eine fortdauernde Verpflichtung Amazons geknüpft. Der FCC-Beschluss DA 26-1160 stützt sich auf Sections 214(a) und 310(d) des Communications Act.

Die Auflage und die abgewiesenen Anträge

Amazon muss die Verpflichtungen aus den Vereinbarungen von 1999 und 2004 weiterhin erfüllen. An diesen Vereinbarungen sind Globalstar-Gesellschaften, das U.S. Department of War, das US-Justizministerium und das Federal Bureau of Investigation beteiligt.

Die FCC wies außerdem eine Petition von Yippy, Inc. und einen informellen Antrag von Dana Scioli zurück. Yippy hatte einen privaten Vertragsstreit mit Globalstar vorgebracht. Die FCC erklärte, dass dieser Streit im Schiedsverfahren verfolgt werde und nicht im Verfahren zur Übertragung der Genehmigungen zu klären sei.

Warum die FCC die Übertragung befürwortete

Die FCC erwartete Vorteile für die Versorgung bislang unversorgter und unterversorgter Gebiete, für die Notfallkommunikation sowie für industrielle und geschäftliche Datendienste. Zugleich schätzte die Behörde das Risiko von Nachteilen für das öffentliche Interesse als gering ein: Amazon Leo bietet vor allem breitbandige Festfunk-Satellitendienste an, während Globalstar hauptsächlich mobile Satellitendienste, Nachrichtenübermittlung, Ortung und Satellitenkapazität für andere Anbieter bereitstellt. Nach Einschätzung der FCC konkurrieren die Unternehmen derzeit nicht um dieselben Kunden für dieselben Satellitendienste.

Was der Beschluss für Amazons D2D-Plan bedeutet

Amazon plant, Globalstars Spektrum für mobile Satellitendienste (MSS) und die dazugehörige Infrastruktur für ein Direktverbindungssystem zwischen Satellit und Endgerät (D2D) zu nutzen. Es soll Globalstars bestehende Dienste ergänzen. Zum Zeitpunkt des Beschlusses war Amazons Antrag für ein weltweites D2D-System bei der FCC anhängig.

Für kommerzielle Satellitendienste von Amazon Leo hielt der Beschluss Amazons damalige Erwartung fest, sie bis Ende 2026 aufzunehmen. Diese Erwartung bezog sich auf Amazon-Leo-Dienste allgemein; der D2D-Antrag wurde im Beschluss gesondert behandelt.