NVIDIA veröffentlichte am 27. Oktober 2026 neue Entwicklerangaben zu RTX Spark: Das DLSS-Plug-in 8.9.0 unterstützt Unreal Engine 5.8 unter Windows on Arm, und mehrere Nsight-Versionen erhalten Unterstützung für Arm64. NVIDIAs CUDA Toolkit 13.4 Update 2 führt einzelne CUDA-Komponenten für Windows Arm64 auf. Für RTX Spark unter Windows ist zusätzlich ein separat installierter Treiber ab Version 616.41 erforderlich.

NVIDIA beschreibt RTX Spark als Windows-PC-Plattform mit Blackwell-RTX-GPU, Grace-CPU und bis zu 128 GB gemeinsamem Speicher. Das ist eine Plattformangabe, keine vollständige Spezifikation für ein einzelnes Notebookmodell. Die Entwicklerankündigung von NVIDIA umfasst außerdem RTX Kit, lokale Spielfiguren mit KI und MotionBricks.

Welche Entwicklerwerkzeuge Windows on Arm unterstützen

Die angekündigten Versionen decken unterschiedliche Aufgaben und Ausführungsarten ab. Bei Nsight Graphics geht es auch um die Analyse emulierter x64-Anwendungen; die CUDA-Unterlagen listen dagegen einzelne Komponenten für Windows Arm64.

WerkzeugVersionGenannter Umfang für Windows on Arm
DLSS-Plug-in für Unreal Engine8.9.0Unterstützung für Unreal Engine 5.8, native ARM64-Binärdateien sowie Erstellen und Paketieren von Anwendungen
Nsight Graphics2026.3Windows-on-Arm-Installer; unterstützt native Arm64-, emulierte x64- und Arm64EC-Zielanwendungen
Nsight Systems2026.5Ein Windows-Installer für native Arm64- und emulierte Anwendungen
Nsight Aftermath SDK2026.3Windows-on-Arm-Version für native Arm64-Anwendungen; das x64-SDK verarbeitet weiterhin Absturzabbilder emulierter x64-Anwendungen
CUDA Toolkit13.4 Update 2Die Komponentenliste führt NVCC, CUDA Runtime, CUPTI und Profiler API für Windows Arm64 auf. CUDA GDB ist dort nicht für Windows Arm64 aufgeführt.

Das DLSS-Plug-in deckt damit nicht nur den Start unter Windows on Arm ab: NVIDIA nennt auch native ARM64-Binärdateien sowie Unterstützung beim Erstellen und Paketieren von Unreal-Engine-5.8-Anwendungen. Die Nsight-Angaben unterscheiden zwischen nativen Arm64-Programmen und emulierten x64-Anwendungen, statt alle Zielprogramme unter einer einzigen Architektur zusammenzufassen.

CUDA-Komponenten und der separate Treiber

Die Release Notes zu CUDA Toolkit 13.4 Update 2 nennen Windows-Arm64-Unterstützung für ausgewählte CUDA-Bestandteile, darunter NVCC, die CUDA Runtime, CUPTI und die Profiler API. Für Projekte mit PyTorch, Triton oder TensorRT lässt sich daraus keine pauschale native Windows-on-Arm-Unterstützung ableiten; diese Frameworks und ihre Abhängigkeiten müssen jeweils gesondert betrachtet werden.

Das Toolkit installiert den RTX-Spark-Treiber nicht mit. NVIDIA verlangt für RTX Spark unter Windows Treiberversion 616.41 oder höher, die separat installiert werden muss. Wer eine Entwicklungsumgebung einrichtet, braucht daher sowohl die passenden CUDA-Komponenten als auch den eigenständigen Windows-Treiber.

DLSS 5, lokale Spielfiguren und MotionBricks

NVIDIA zufolge ist das DLSS-5-Modell vom Oktober gegenüber der September-Version doppelt so schnell, halbiert den GPU-Overhead und benötigt bei 4K 20 Prozent weniger VRAM. NVIDIA gibt zugleich eine vergleichbare visuelle Wiedergabetreue an. Unsere frühere Meldung zu DLSS 5 und den RTX-Spark-Updates behandelte die Ankündigung; hier stehen die Entwicklerwerkzeuge im Mittelpunkt.

Für lokale Spielfiguren nannte NVIDIA am 27. Oktober Nemotron 3.5 Bolt E4B 4GB als über das In-Game Inferencing SDK verfügbar. Das Modell unterstützt laut NVIDIA Werkzeugnutzung über mehrere Gesprächsrunden, konfigurierbares Reasoning, einen 64k-Kontext und 35 Sprachen. Das Basismodell sei mit mehr als 140 Sprachen vortrainiert worden.

Das MotionBricks-Update umfasst SOMA-Modelle für menschliche Bewegungen, Checkpoints, ONNX-Exporte und eine auf Newton basierende Referenzimplementierung. NVIDIA erklärte, dass die in einer Forschungsdemo gezeigte Unreal-Engine-Integration nicht Teil der Veröffentlichung ist.