Berichten zufolge traten am 28. September 2026 sechs der neun unabhängigen Fachleute im Beirat des Global Internet Forum to Counter Terrorism (GIFCT) zurück. Der Rückzug folgte auf einen im Juli von Meta-Vizepräsidentin Nell McCarthy vorgelegten Vorschlag, der die Auswahl neuer Berater und die Kontrollmöglichkeiten des Gremiums ändern sollte.
Wer zurücktrat – und wer zuvor widersprach
Der gesamte Beirat umfasste 17 Mitglieder; neun davon waren unabhängige Experten. Berichten zufolge wandte sich das vollständige Gremium am 25. September 2026 in einem Schreiben an Nell McCarthy und widersprach den geplanten Einschränkungen seiner Unabhängigkeit und Mitwirkung.
Was der Vorschlag ändern sollte
Statt der Wahl durch die bisherigen Komiteemitglieder sollten Technologieunternehmen dem Vorschlag zufolge neue, wechselnde Berater bestimmen. Der Beirat sollte außerdem GIFCTs Leistung, Unternehmensführung, Budget und Abläufe sowie einzelne Mitgliedsunternehmen nicht mehr bewerten dürfen. Auch gemeinsame Empfehlungen sollte er nicht mehr abgeben können. Zudem sollte aus dem „Committee“ eine „Community“ werden.
Die Stellungnahme des GIFCT
Ein GIFCT-Sprecher erklärte am 28. September 2026, der Vorschlag sei noch nicht endgültig. Er sei nach mehreren Runden mit Rückmeldungen entstanden und solle die inhaltliche Beteiligung von Zivilgesellschaft und Regierungen stärken.
Welche Aufgabe das GIFCT hat
Das GIFCT wurde 2020 gegründet. Der Verbund koordiniert den Austausch von Bedrohungsinformationen und Forschung zwischen seinen Mitgliedsplattformen, um terroristischer und extremistischer Nutzung von Online-Diensten entgegenzutreten.