Berichte vom 21. September 2026 beschreiben eine frühe Leonida-Umgebung, die offenbar in Grand Theft Auto V geladen werden konnte. Das angeblich rund 192 GB große Archiv soll Entwicklungsdaten aus den Jahren 2014 bis 2015 enthalten und später von Glowabl3 für FiveM angepasst worden sein. Rockstar Games hat die Funde nicht bestätigt.
Die neue Meldung ergänzt NeoTeos frühere Berichterstattung zum GTA-VI-Leak und den unbestätigten Spielmechaniken, verschiebt den Blick aber von einzelnen Funktionen auf die Entstehung der Spielwelt.
Eine frühe Leonida-Prototypkarte in einem 192-GB-Archiv
Das beschriebene Archiv steht im Zusammenhang mit dem Dateneinbruch bei Rockstar Games aus dem Jahr 2022. Darin soll eine sehr frühe Version von Leonida liegen, dem fiktiven, von Florida inspirierten Bundesstaat aus Grand Theft Auto VI. Die Umgebung wird auf den Zeitraum 2014 bis 2015 datiert.
Der Prototyp soll frühes Gelände, Straßen und geografische Anhaltspunkte enthalten. Als Entwicklungsreferenzen werden Satellitenbilder sowie Material aus Google Street View genannt. Große Teile der Umgebung seien leer oder nur grob ausgearbeitet; erkennbar seien lediglich einzelne Bereiche und Orte.
Das passt eher zu einem Entwicklungswerkzeug als zu einer fertigen Spielwelt. Eine frühe Karte kann zeigen, wie Rockstar Games Ideen für Gelände und Regionen ausprobierte, sagt aber nicht, welche dieser Ansätze später in Grand Theft Auto VI übernommen wurden.
Warum Grand Theft Auto V in der Geschichte auftaucht
Die Leonida-Umgebung soll innerhalb von Grand Theft Auto V geladen worden sein. Damit wurde offenbar die vorhandene Technik von Grand Theft Auto V genutzt, um frühe Gelände- und Kartenstrukturen sichtbar zu machen.
Eine Bildschirmaufnahme zeigt dazu leere Kartenbereiche, Debug-Einblendungen, Drahtgitter- oder noch nicht vollständig texturierte Gebäudemodelle sowie Dateipfade mit Verweisen auf „Agent Trevor“. Das veranschaulicht den Entwicklungscharakter der gezeigten Assets. Die Darstellung macht aus den Dateien jedoch keine offizielle Karte von Rockstar Games.
Der angebliche FiveM-Port ist kein öffentlicher GTA-VI-Server
Glowabl3 soll den Prototyp anschließend für FiveM angepasst haben. Dadurch wäre eine Erkundung der Umgebung im Mehrspielerkontext grundsätzlich möglich gewesen. Ein öffentlicher Server mit der geleakten Umgebung war Berichten zufolge jedoch nicht geplant.
Als Grund werden Einschränkungen von Cfx.re und Rockstar Games für geleakte oder aus anderen Spielen stammende Assets genannt. Für bestätigte Verstöße soll Cfx.re Berichten zufolge zunächst zweiwöchige Sperren vorgesehen haben; bei wiederholten Verstößen sei eine dauerhafte Beendigung des Zugangs möglich.
Damit bleibt die Meldung bei einer technischen Anpassung im privaten oder begrenzten Umfeld. Sie beschreibt keinen öffentlich zugänglichen GTA-VI-Modus und keine offizielle Multiplayer-Funktion von Grand Theft Auto VI.
Welche weiteren Dateien genannt werden
Im selben Archiv sollen sich außerdem Hinweise auf „Agent Trevor“, einen frühen Entwurf für Liberty City und weiteres Material aus der Entwicklung von Grand Theft Auto V befinden. Diese Funde werden als frühe Entwicklungs- oder verworfene Ansätze beschrieben, nicht als bestätigte Inhalte der veröffentlichten Spiele.
Gerade bei alten Entwicklungsdateien ist die zeitliche Einordnung entscheidend: Ein Eintrag in einer Datei zeigt, dass eine Idee oder Struktur zu einem bestimmten Entwicklungszeitpunkt existiert haben soll. Er beschreibt nicht automatisch den späteren Stand des Spiels.
Was der Leak über die finale GTA-VI-Karte aussagt
Die belastbare Aussage bleibt begrenzt: Die Berichte beschreiben eine frühe, sparsame Leonida-Umgebung aus den Jahren 2014 bis 2015, die offenbar in Grand Theft Auto V geladen und angeblich für FiveM angepasst wurde. Die Funde liefern keinen belastbaren Nachweis für die endgültige Größe, den Aufbau oder die Inhalte der Grand Theft Auto VI-Karte.
Rockstar Games hat die beschriebenen Karten- und Archivfunde nicht bestätigt. Für die fertige Version bleibt damit offen, welche frühen Ideen aus Leonida den Weg ins Spiel schaffen.