Die aragonesische Umweltbehörde Inaga soll den jährlichen Wasserhöchstwert für das AWS-Rechenzentrum in El Burgo de Ebro von 36.461 auf 53.961 Kubikmeter angehoben haben. El Periódico de Aragón berichtete am 29. Oktober 2026 darüber. Der neue Wert bezieht sich demnach auf die zulässige Obergrenze für diesen Standort.
Die neue Obergrenze gilt für El Burgo de Ebro
Der frühere genehmigte Höchstwert lag bei 36.461 m³ pro Jahr. Die gemeldete neue Grenze beträgt 53.961 m³ pro Jahr, also 17.500 m³ mehr.
| Stand | Jährlicher Wasserhöchstwert für El Burgo de Ebro |
| Frühere Genehmigung | 36.461 m³ |
| Neue Obergrenze laut Bericht | 53.961 m³ |
Laut El Periódico de Aragón war für die Änderung keine reguläre Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich. AWS sollte jedoch seine integrierte Umweltgenehmigung anpassen und genaue Angaben zu Wasserbedarf, Zuflüssen, Abwasser, Aufbereitung und Speicherkapazität einreichen. Zu den berichteten Bedingungen gehörten außerdem Umweltkontrollen während des Betriebs und die Wiederherstellung des Geländes nach der Stilllegung.
Kühlung und Wasseraufbereitung: Das sieht die Planung vor
Der Antrag führte die neuen Schätzungen auf höhere Temperaturen am Standort zurück. Für die wasserunterstützte Kühlung stieg die geschätzte Einsatzzeit von 555 auf höchstens 900 Stunden pro Jahr. Zugleich sollte der Temperaturschwellenwert für ihren Einsatz von 28,3 auf 29,4 °C steigen. Die veränderte Schwelle wurde als Maßnahme zur Begrenzung des Wasserverbrauchs beschrieben.
Vorgesehen war außerdem eine zentrale Nanofiltrationsanlage zur Wasseraufbereitung. Der Entwurf bezifferte die erwartete Rückgewinnung auf rund 70 Prozent und die Speicherkapazität auf 72 Stunden. Diese Zahlen beschreiben die Planung des Systems.
Jahresgrenze und zugeschriebener Bedarf
Der Höchstwert legt die genehmigte Wassermenge pro Jahr fest. Daneben nennt der Bericht einen AWS zugeschriebenen aktuellen Bedarf von 36.662 m³. Die beiden Angaben beschreiben unterschiedliche Größen: eine zulässige Obergrenze und einen separat angegebenen Bedarf.
AWS kündigte im Oktober außerdem kommunale IAE-Zahlungen in Aragón an. NeoTeo berichtete separat über diese Zahlungen.
Bewässerung im Gállego-Becken
Xataka berichtete, dass die Zuteilung für die Acequia de Camarera im Gállego-Becken am 15. September 2026 auf 35 Prozent gesenkt worden sei, nach einer Einschränkung auf 60 Prozent im August. Betroffen waren demnach rund 4.500 Hektar. Für das Rechenzentrum in El Burgo de Ebro wird der Canal Imperial de Aragón als Wasserquelle genannt.