Der LattePanda Mu Ultra mit Intel Core Ultra 7 256V lief im Ubuntu-Test mit erkannter Grafik und brauchbaren lokalen KI-Läufen. Unter anhaltender Volllast meldete der Tester jedoch 95 bis 96 °C am CPU-Paket und deutlich niedrigere P-Core-Taktraten. Die Ergebnisse stammen aus einem Testaufbau mit Ubuntu 26.04.1 LTS und Linux-Kernel 7.0.0-38-generic, nicht aus Messungen von NeoTeo. CNX Software veröffentlichte den Test am 4. November 2026.

Was der Ubuntu-Test zur Dauerlast zeigt

Im Testaufbau sank der P-Core-Takt bei anhaltender voller CPU-Last von anfänglich etwa 4,7 GHz auf rund 2,1 bis 2,2 GHz; die CPU-Pakettemperatur erreichte dabei häufig 95 bis 96 °C. Das beschreibt die Beobachtung an dieser Konfiguration mit aktivem Kühler und Mini Carrier Board. Es ist keine allgemeine Temperatur- oder Leistungsangabe für jeden Aufbau.

Vulkan beschleunigte die Verarbeitung des Prompts

Bei lokalen Sprachmodellen lagen die Ergebnisse je nach Arbeitsphase weit auseinander. Die Vulkan-Auslagerung auf die GPU erhöhte in den llama.cpp-Läufen vor allem die Geschwindigkeit der Prompt-Verarbeitung. Beim anschließenden Erzeugen von Text fiel der Unterschied deutlich kleiner aus.

ModellAusführungPrompt-Verarbeitung (Tokens/s)Texterzeugung (Tokens/s)
Llama 3.2 3B Instruct Q4_K_MCPU48,0813,59
Llama 3.2 3B Instruct Q4_K_MVulkan-GPU854,5114,14
Llama 3.1 8B Instruct Q4_K_MCPU19,406,16
Llama 3.1 8B Instruct Q4_K_MVulkan-GPU303,386,44

CNX Software verwendete acht CPU-Threads, 512 Prompt-Tokens und 128 Ausgabetokens; jeder Lauf wurde fünfmal wiederholt. Die Zahlen trennen zwei verschiedene Aufgaben: Das Einlesen und Verarbeiten eines Prompts lässt sich stark parallelisieren, während die Ausgabe eines Tokens nach dem anderen in diesen Tests nur leicht schneller wurde.

YOLO26: synthetische Messung ist nicht gleich Webcam-Tempo

Die YOLO26-Messung lief mit FP16-Modellen und synthetischen Eingaben mit 640 × 640 Pixeln. Nach 50 Aufwärmläufen wurden 500 Durchläufe gestoppt. Für YOLO26n, YOLO26s und YOLO26m meldete CNX Software 411, 210 und 116 Bilder pro Sekunde auf der GPU sowie 357, 189 und 68 auf der NPU. Auf der CPU waren es 19,2, 5,8 und 2,1 Bilder pro Sekunde. Diese Messung erfasste den Vorwärtslauf des Modells, nicht die ganze Verarbeitung einer Live-Kamera.

In den Webcam-Läufen lag das Tempo bei vielen GPU- und NPU-Tests laut Tester meist bei etwa 10 Bildern pro Sekunde. Eine Gestensteuerungs-Demonstration erreichte rund 28 bis 30 Bilder pro Sekunde bei 640 × 480 Pixeln, etwa 10 bei 1280 × 720 und 5 bei 1920 × 1080. Kamerabild und zusätzliche Verarbeitung gehören hier zum Ablauf und verändern das Ergebnis.

Linux erkannte die Recheneinheiten, doch nicht jeder Testpfad lief gleich

Unter Ubuntu erkannte das System die Intel-Arc-Grafik; OpenVINO erkannte CPU, GPU und NPU und wurde für Sprachmodell- und YOLO26-Läufe verwendet. Ein separater Geekbench-AI-Test scheiterte beim OpenVINO-GPU-Pfad bereits beim ersten Bildklassifikationstest mit CL_OUT_OF_RESOURCES. Geekbench AI erkannte in diesem Test außerdem die NPU nicht. Das steht neben den erfolgreichen NPU-Läufen in der getrennten OpenVINO-Umgebung: Es handelt sich um unterschiedliche Software- und Testpfade.

Für den Aufbau braucht es zusätzlich SSD und Netzteil

Englischsprachige Demonstration von DigiKey Product Discovery: Montage des 226V-Moduls, Anschluss eines Touchdisplays und Start der Windows-Wiederherstellung per USB.

Das von DFRobot gelistete 256V-Kit umfasst das Rechenmodul, das Mini Carrier Board und einen aktiven Kühler. Der DFRobot-Eintrag zum Kit nennt außerdem eine kompatible NVMe-SSD und ein Netzteil mit mindestens 50 W als separate Voraussetzungen; für das Carrier Board ist eine Eingangsspannung von 12 bis 20 V angegeben. Im Lieferumfang stehen zudem zehn Nylon-Abstandshalter, fünf Nylonschrauben, eine Tastenkappe und Handbücher.

DigiKey Product Discovery demonstrierte den Aufbau mit dem Intel Core Ultra 5 226V: Das Modul wird auf dem Mini Carrier Board befestigt, ein Touchdisplay über eDP und seinen Touch-Anschluss verbunden und die Windows-11-Wiederherstellung von einem USB-Laufwerk über das Boot-Override-Menü gestartet. Das Touchdisplay gehört zu dieser Demonstration, nicht zu den gelisteten Bestandteilen des 256V-Kits.