Der am 31. Oktober 2026 veröffentlichte Bericht von WIRED zeichnet ein gemischtes Bild der geschäftlichen Auswirkungen von Meta Muse: Viele Unternehmen beschrieben bislang geringe Aktivitäten von KI-Agenten, während DoorDash und Chipotle erste Bestellzahlen meldeten. Die Aussagen beruhen auf unterschiedlichen Kennzahlen und ergeben keine einheitliche Messung des Handels mit KI-Agenten.
Ein früherer NeoTeo-Bericht zu Muses Geldaufgaben betrachtete einzelne Nutzeraufträge. Hier geht es darum, was Unternehmen über den Handel mit Muse und anderen Agenten berichten.
Was Unternehmen über Bestellungen mit KI-Agenten melden
DoorDash nannte laut WIRED Bestellungen im Hunderterbereich, die Muse und andere Agenten zusammen ausgelöst hätten. Ein Zeitraum und eine separate Zahl für Muse wurden nicht genannt. Chipotles Digitalchef Arlie Sisson berichtete nach dem Start von Muse von einem Anstieg agentenvermittelter Bestellungen im einstelligen Prozentbereich. Zugleich hätten Agenten Probleme mit Treuerabatten und Bestellungen außerhalb der Öffnungszeiten gehabt.
Andere Unternehmen schilderten geringe Aktivität: T-Mobile sah keine nennenswerten Aktivitäten von Agenten, Hilton bezeichnete Agentenbuchungen als unbedeutend, und Ally Financial sowie eBay beschrieben die Aktivität als niedrig beziehungsweise sehr gering. Life Time Group meldete keine von Agenten ausgelösten Kündigungen. Das sind unterschiedliche Beobachtungen zu Bestellungen, Buchungen und Kündigungen, keine gemeinsame Kennzahl.
Warum Muse-Nutzung nicht gleich Verkauf ist
Meta-Chef Mark Zuckerberg sagte, mehr als zehn Millionen Menschen in den USA und Kanada hätten Muse aktiviert. Über 25 Prozent hätten Muse zum Einkaufen genutzt; das sei die am häufigsten genutzte Aufgabe. Aktivierungen und Einkaufsnutzung zählen jedoch weder abgeschlossene Bestellungen noch den Geschäftseffekt bei Händlern.
Meta nannte zehn Handelspartner für Muse, darunter Walmart, Best Buy und Gap. Costco und Extra Space Storage berichteten unterdessen von steigenden Verkäufen über KI-Chatbots wie Gemini und ChatGPT und davon, ihre Online-Inhalte für Agenten zu optimieren. Diese Aussagen bezogen sich auf Chatbot-Verkäufe, nicht auf ausgewiesene Muse-Bestellungen.
Wie Muse-Käufe bezahlt und freigegeben werden
Meta sagt, Muse müsse vor dem Abschluss eines Kaufs um Zustimmung bitten. Stripe beschreibt zwei Zahlungswege über Link. Laut Meta hängt die Einkaufsmöglichkeit außerdem vom Standort, vom Händler und vom Ablauf an der Kasse ab.
| Zahlungsweg | Voraussetzung beim Händler | Zahlungsabwicklung |
| Gespeicherte Link-Zahlungsmethode | Der Händler akzeptiert Link. | Muse kann die bevorzugte, in Link gespeicherte Zahlungsmethode verwenden. |
| Einmalige virtuelle Karte | Der Händler akzeptiert Link nicht. | Link kann eine einmalig verwendbare virtuelle Karte für den freigegebenen Kauf bereitstellen. |
Stripe zufolge bestätigen Nutzer den Gesamtbetrag in Muse. Die Link-Ankündigung beschreibt diese Zahlungswege für Verbraucher in den USA. Meta erläutert die Kaufbestätigung und die wechselnde Verfügbarkeit; Stripe beschreibt die Link-Zahlungswege.
Händlerverbindungen und individuelle Einkaufserfahrungen
Instacart kündigte am 22. September 2026 eine Verbindung seiner Lebensmittel-Infrastruktur mit Muse an und stellte sie als bevorstehend dar. Die Ankündigung nannte damit einen geplanten Anschluss, keine allgemeine Verfügbarkeit für alle Muse-Nutzer.
Einzelne Nutzerberichte zum Einkauf mit Walmart+ fallen unterschiedlich aus. Ein Reddit-Nutzer beschrieb Muse als langsamer als den manuellen Einkauf und Walmart-Assistent Sparky in einem informellen Vergleich. Ein anderer berichtete von einem mit Muse erstellten Warenkorb, der vor dem Kauf etwa eine Minute Prüfung erforderte. Diese persönlichen Erfahrungen zeigen mögliche Reibung und Entlastung im Ablauf, sagen aber nichts über die typische Geschwindigkeit für andere Nutzer aus.