Meta plant sechs neue eigenständige Meta-Lab-Standorte in den USA. Houston hat am 10. September 2026 eröffnet; Atlanta, San Diego, Chicago, Scottsdale und Moynihan Station in New York sind als weitere Ziele angekündigt. Damit will Meta seine stationäre Präsentation von KI-Brillen und weiterer Reality-Labs-Hardware deutlich ausbauen.
Meta erweitert Meta Lab zunächst in den USA
Vor der Eröffnung in Houston umfasste das eigenständige Meta-Lab-Netz acht Standorte. Die neue Expansion wurde als nahezu verdoppelte Präsenz beschrieben. Für die fünf weiteren angekündigten Ziele nennt Meta bislang keine Eröffnungstermine.
Meta Lab ist kein gewöhnlicher Elektronikladen. Das Konzept verbindet Verkauf mit Vorführung und Beratung: Besucher können Brillen anprobieren, verschiedene Fassungen und Gläser vergleichen, sich anpassen lassen und die Funktionen der Geräte kennenlernen. Zum Angebot gehören je nach Standort auch die Bestellung von Gläsern mit Sehstärke, Lasergravuren, Ganzkörperspiegel und Gespräche mit Augenärzten.
Gezeigt werden Meta Glasses, Ray-Ban Meta, Oakley Meta, Meta Ray-Ban Display und Meta Quest. Die Brillen kombinieren Kamera, Lautsprecher und Bluetooth; beim Meta Ray-Ban Display kommt ein integriertes Display im Brillenglas hinzu.
Warum Meta die Brille im Laden zeigen will
Eine KI-Brille muss nicht nur technisch überzeugen. Sie sitzt im Gesicht, muss passen, zum persönlichen Stil passen und wird in Situationen getragen, in denen andere Menschen die Kamera wahrnehmen können. Genau diese Mischung aus Mode, Körpernähe und ungewohnter Technik lässt sich schwer in einem Online-Warenkorb vermitteln.
Meta setzt deshalb auf Orte, an denen Interessierte die Brille ausprobieren und sich die Funktionen erklären lassen können. Das gilt auch für die Frage, wie die Kamera und die Anzeige im Alltag eingesetzt werden. Die physische Umgebung soll die Einstiegshürde senken — und aus einem abstrakten KI-Produkt etwas machen, das man tatsächlich aufsetzen kann.
Das frühere Meta-Lab-Konzept verband solche Vorführungen zudem mit einer stark gestalteten Umgebung und lokalen kulturellen Themen. Der praktische Kern bleibt jedoch simpel: anprobieren, ausprobieren, Fragen stellen und erst danach über den Kauf entscheiden.
Eigenständiger Store oder Best Buy?
Meta verfolgt parallel zwei unterschiedliche Wege. Eigenständige Meta-Labs bieten mehr Kontrolle über Raumgestaltung, Beratung, Anpassung und Veranstaltungen. Best Buy bringt die Produkte dagegen in bestehende Elektronikmärkte und kann dadurch mehr Menschen erreichen, ohne dass Meta für jeden Standort einen eigenen Laden betreiben muss.
| Einzelhandel | Umgebung | Erlebnis für Kunden | Netz und Zeitplan |
| Eigenständiges Meta Lab | Eigener Meta-Raum, darunter Flagship-Stores, Pop-up-Flächen und Standorte in Einkaufszentren | Anprobe, Vorführungen, Anpassung, Verkauf, Individualisierung und je nach Standort zusätzliche Beratung | Sechs neue US-Standorte angekündigt; Houston ist seit dem 10. September 2026 geöffnet |
| Meta Lab bei Best Buy | etwa 84 m² große Erlebnisfläche innerhalb einer Best-Buy-Filiale | Vorführungen, Anprobe und Zugang zu Meta-Spezialisten für KI-Brillen und VR-Produkte | Mehr als 50 Standorte sind bis Ende 2026 als Ziel vorgesehen |
Der Umsatz der Smart-Glasses-Kategorie wuchs laut einer Circana-Messung in den zwölf Monaten bis einschließlich Mai 2026 um 233 Prozent. Die Zahl beschreibt den damaligen Kategorienumsatz, nicht die Leistung der Meta-Lab-Filialen.