Berichten zufolge rollt Meta Muse im September 2026 aus. Der KI-Agent kann laut Meta E-Mails nach wiederkehrenden Abbuchungen durchsuchen, Abos markieren, die Nutzer nicht verwenden, und sie erst nach deren Zustimmung kündigen.

Muse markiert wiederkehrende Abbuchungen

Meta beschreibt Muse als Hilfe, um laufende Abos in E-Mails aufzuspüren. Der Agent kennzeichnet Dienste, die Nutzer möglicherweise nicht mehr verwenden. Eine Kündigung erfolgt nach Metas Beschreibung erst, wenn der Nutzer zustimmt.

Damit soll Muse beim Erkennen und Beenden unerwünschter Abos helfen. Die Kündigungsfunktion ist Teil einer Finanzfunktion, die Meta für Muse beschreibt.

Ein Muse-Abo zu kündigen ist ein anderer Vorgang

Wenn du einen kostenpflichtigen Muse-Plan beenden willst, musst du ihn separat kündigen. Meta zufolge bleibt das Abo aktiv, wenn du nur die App löschst oder dich abmeldest.

In der Muse-App führt der Weg über Profilbild, Menü, Einstellungen und „Abo verwalten“ zu „Kündigen“; im Web beginnt er bei Menü und Einstellungen. Bestätige die Kündigung. Wenn du das Abo über den Apple App Store oder Google Play abgeschlossen hast, musst du es dort über dasselbe Konto kündigen.

Ein kostenpflichtiger Muse-Plan verlängert sich monatlich, sofern du ihn nicht kündigst. Nach der Kündigung bleiben die Vorteile bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums bestehen.

Warum weniger Kündigungshürden Abo-Anbieter unter Druck setzen können

Kündigungshürden können dafür sorgen, dass Kunden weiter für Dienste zahlen, die sie kaum noch nutzen. Eine 2025 veröffentlichte Studie zu Abonnementverkäufen kam zu dem Ergebnis, dass Menschen etwa viermal häufiger kündigten, wenn sie ausdrücklich eine Entscheidung treffen mussten. Die Studie schätzte außerdem, dass Anbieter durch Kündigungshürden und die Trägheit ihrer Kundschaft ungefähr doppelt so hohe Erlöse erzielen können.

Eine Funktion, die laufende Abos leichter sichtbar macht, könnte diesen Effekt abschwächen. Die Studienergebnisse belegen jedoch nicht, dass Muse bereits Kündigungen oder Umsätze in der Branche verändert hat.

Was Meta über Zugangsdaten sagt

Meta erklärt, Zugangsdaten würden in einem geschützten Speicher abgelegt, den Muse selbst nicht einsehen könne. Für Budgetplanung beschreibt Meta außerdem eine separate Funktion, mit der Nutzer Bankkonten über Plaid verbinden können.