Wir alle wissen genau, dass das ursprüngliche Ziel des Raspberry Pi darin bestand, die nächste Generation von Programmierern vorzubereiten und auszubilden, aber der Raspberry Pi als Projekt kann das nicht allein schaffen. Es müssen weitere Ressourcen in diese titanische Anstrengung einbezogen werden, und genau hier kommt der Micro Bit ins Spiel: ein Mini-Computer, entworfen von nichts Geringerem als der BBC, der unter allen Siebtklässlern im Vereinigten Königreich verteilt wird – insgesamt eine Million Einheiten.

Micro Bit: Eine Million Mini-Computer für die Programmierer von morgen
Micro Bit

Programmierung als Schulfach einzuführen ist eine der vielen Herausforderungen, vor denen traditionelle Bildungssysteme stehen. Neben dem Mangel an Vorbereitung müssen wir auch infrastrukturelle Einschränkungen erwähnen, die selbst die fortschrittlichsten Computerverteilungsprogramme nicht beseitigen konnten. Der Raspberry Pi machte seine ersten Schritte als Bildungsprojekt, aber im Laufe der Jahre wurde er zu etwas völlig anderem. Dennoch war seine Inspirationsquelle der klassische BBC Micro von 1981, der wiederum Teil des BBC Computer Literacy Project war. Heute möchte die BBC dieses Ideal mit dem Micro Bit-Projekt wiederbeleben, indem sie eine Million Mini-Computer an alle Siebtklässler im Vereinigten Königreich verteilt. Nach mehreren Verzögerungen und Produktionsproblemen begann die Auslieferung der ersten Einheiten.

Micro Bit: Eine Million Mini-Computer für die Programmierer von morgen
Micro Bit

Technische Daten

Der Micro Bit basiert auf einem SoC ARM Cortex-M0 mit einer Frequenz von 16 MHz und 16 Kilobyte RAM, Spezifikationen, die ihn aus gewisser Sicht auf das Niveau eines Mikrocontrollers bringen. Er verfügt über insgesamt 25 programmierbare LEDs, Beschleunigungsmesser, Kompass, drahtlose Konnektivität über Bluetooth Low Energy, einen Hauptanschluss mit 20 Pins und einen weiteren für den Akku. Der micro-USB-Anschluss verbindet den Micro Bit mit einem herkömmlichen Computer (schließlich braucht man einen, um ihn zu programmieren), und was die Sprache betrifft, führen alle Wege zu Python, obwohl auch andere Sprachen (C++, JavaScript) unterstützt werden.

Auslieferung und Zukunft

Wie zu erwarten war, war die Einführung des Micro Bit nicht gerade reibungslos. Eine häufige Kritik ist, dass die ersten Einheiten „zu spät“ kamen, um in den aktuellen Schulzyklus integriert zu werden, was eine zusätzliche Verzögerung bedeutet. Dann ist da noch der Umfang des Projekts: Eine Million Einheiten wird nicht über Nacht hergestellt. Trotzdem ist das Potenzial enorm. Namen wie Microsoft und Samsung sind bereits Teil des Projekts, und wenn alles gut läuft, werden wir sicherlich bald eine kommerzielle Version sehen.

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