Microsoft kündigte mit großem Tamtam die Unterstützung für virtuelle Realität im Creators Update von Windows 10 an, aber die Tatsache, dass sie nur Entwicklern zur Verfügung stand und die geringe Verbreitung von VR-Headsets machten das Ganze zu einer Fußnote. Allerdings bestätigte Redmond damals auch, dass es eigene Headsets auf den Markt bringen würde mit Hilfe der wichtigsten OEMs. Ein VR-Gerät kann ohne Software wenig ausrichten, aber die gute Nachricht ist: Die Spiele von SteamVR werden mit der neuen Hardware kompatibel sein.

Microsofts neue virtuelle Plattform wird mit SteamVR-Spielen kompatibel sein
Microsoft Virtual Reality

Die aktuelle Lage der virtuellen Realität

Wir haben die Computer, und wir haben auch die Headsets. Es fehlen nur noch die Software und der Preis. Das ist der aktuelle Stand der virtuellen Realität. Das HTC Vive hat seinen Preis dauerhaft auf 599 Dollar gesenkt (ein Schnitt von 200 Dollar). Gleichzeitig gibt es starke Gerüchte, dass HTC daran interessiert ist, seine VR-Sparte abzugeben, und der umstrittene Palmer Luckey sagte, er könnte sie übernehmen. Auf der anderen Seite hat Sony bei seiner PlayStation VR den Rotstift angesetzt, mit einem aktualisierten „Core“-Paket, das die Kamera für 399 Dollar enthält (vorher waren es 399 + 59 Dollar). Aber es gibt noch einen weiteren Akteur auf dem Feld, und das ist Microsoft.

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Im Oktober letzten Jahres gab Redmond bekannt, dass es mit seinen wichtigsten Partnern zusammenarbeitet, um den Zugang zur virtuellen Realität zu „demokratisieren“. Das neueste Update, das als Vorschau auf die IFA in Berlin veröffentlicht wurde, die am kommenden Freitag beginnt, bestätigt, dass die mit SteamVR kompatible Software auf den neuen Headsets der „Mixed Reality“ verwendet werden kann. Der Zugriff auf eine so interessante Spielbibliothek ist ein enormer Vorteil für Microsoft und seine Verbündeten, aber das ist noch nicht alles. Die andere Neuigkeit ist, dass 343 Industries „Erlebnisse“ basierend auf dem Halo-Universum entwickelt. Der Microsoft-Sprecher gab keine weiteren Details bekannt, aber die Idee, den Master Chief in virtueller Realität zu steuern, ist zumindest verlockend.

Microsofts neue virtuelle Plattform wird mit SteamVR-Spielen kompatibel sein
Dell, Acer, Lenovo, HP… viele wollen ein Stück vom virtuellen Kuchen.

Neue Details zu Microsofts Mixed Reality

Zurück zu den Headsets: Microsoft hat großen Druck auf die Reduzierung der Anforderungen gelegt. Der Plan ist, dass ein Computer mit integrierter Grafik (die Referenz ist „Skylake oder höher“) virtuelle Umgebungen mit 60 FPS ausführen kann, während Systeme mit dedizierter Grafik diese Zahl auf 90 FPS steigern können. Microsoft nennt diese Computer „Windows Mixed Reality PCs“ und „Windows Mixed Reality Ultra PCs“, was mir persönlich ein wenig Schaudern bereitet (Sie wissen schon, „Vista Capable“ und „Vista Ready“?), aber die Dinge haben sich zum Besseren gewendet. Der Mindestpreis der Headsets bleibt bei 299 Dollar, und die Pakete mit Controllern steigen auf 399 Dollar.

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