Mistral kündigte am 28. September 2026 an, in München einen Hub für Physics AI und Industrial AI einzurichten. Dort sollen spezialisierte Forschungsteams und angewandte Ingenieure mit Unternehmenskunden arbeiten. Physics AI bezeichnet hier KI für physikalische und technische Aufgaben; Industrial AI steht für KI-Anwendungen in der Industrie.
Was Mistral in München angekündigt hat
Der Hub soll Forschung und praktische Entwicklungsarbeit zusammenbringen. Mistral beschreibt drei getrennte Vorhaben mit BMW, Siemens Energy und der Technical University of Munich (TUM).
Bei BMW geht es laut Mistral um Crashsimulationen und KI für Entwicklungs- und Ingenieuraufgaben. Die Arbeit mit Siemens Energy beschreibt das Unternehmen als industrielle KI-Anwendungen.
Was die TUM-Forschung verbinden soll
Mit der Technical University of Munich plant Mistral Forschung zu digitalen Zwillingen für die Fahrzeug-Aerodynamik. Dafür sollen Echtzeit-Sensordaten aus Windkanalexperimenten mit offline berechneten Simulationen der numerischen Strömungsmechanik (CFD) zusammengeführt werden. CFD berechnet, wie sich Luft und andere Fluide bewegen.
Aus der Verbindung soll ein digitaler Zwilling entstehen, der die Aerodynamik von Fahrzeugen in Echtzeit vorhersagen kann. Mistral beschreibt das als Forschungsziel. Für vergleichbare physikalisch-technische Aufgaben können Simulationen dem Unternehmen zufolge mitunter mehrere Tage pro Durchlauf beanspruchen.
Emmi AI und das Team für Physics AI
Mistral teilte mit, Emmi AI im Mai 2026 übernommen zu haben. Nach der Übernahme wechselten dem Unternehmen zufolge mehr als 30 Physiker, Forschende und Ingenieure zu Mistral. Diese Zahl bezieht sich auf die Fachleute von Emmi AI, nicht auf die Personalstärke des Münchner Hubs.