Ein legendärer Prozessor wird zum Riesen
Der MOS Technology 6502 ist kein Chip, den man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Er diente als Gehirn der Atari 2600, der ursprünglichen NES, des Apple II und des unvergesslichen Commodore 64 und prägte dabei ganze Generationen. Er wurde auch bis zum Überdruss untersucht und ist ein sehr beliebter Ausgangspunkt für alle, die mehr über Hardware auf niedriger Ebene erfahren möchten, aber Eric Schlaepfer hat beschlossen, ihn mit der Schaffung des MOnSter 6502 auf neue Dimensionen zu heben, einer funktionsfähigen Version in großem Maßstab mit über 4.700 Komponenten auf seiner Oberfläche.
45 Jahre und immer noch beliebt
Er ist 45 Jahre alt, hat sich aber dennoch als eines der beliebtesten Hardware-Bauteile der Geschichte erwiesen. Natürlich meine ich den MOS Technology 6502, einen 8-Bit-Prozessor, der einen privilegierten Platz in zahlreichen Konsolen, Heimcomputern und eingebetteten Systemen gefunden hat. Hast du einen alten Commodore 64 mit defektem 6502 oder planst du, einen in einem Elektronikprojekt zu verwenden? Keine Sorge: Du kannst sie bei eBay für weniger als drei Dollar bekommen, musst aber extra bezahlen, wenn du eine seltenere Variante bevorzugst.
Ein handgefertigter Gigant
Es gibt jedoch Enthusiasten da draußen, die nicht zufrieden sind, fertige Chips zu kaufen. Vielleicht erinnern sich einige unserer Leser an den Mega-Processor von James Newman, der bei seinem Bau etwa 40.000 Transistoren verwendete, aber heute ist der MOnSter 6502 an der Reihe, hergestellt von Eric Schlaepfer in Zusammenarbeit mit Evil Mad Scientist Laboratories. Das erste Mal, dass wir über den MOnSter 6502 sprachen, war Mitte 2017, und die Neuigkeit ist, dass seine endgültige Veröffentlichung in den kommenden Monaten stattfinden wird. Nach fünf Jahren Arbeit, mit mehreren Teilnahmen an der Maker Faire in der Bay Area, ist der MOnSter 6502 in die letzte Runde eingetreten.
Zahlen und Fakten
Seine Abmessungen von 30,5 x 38 Zentimetern setzen den MOnSter 6502 in einen Maßstab von 7.000 zu 1 im Vergleich zum Original-6502. Die genaue Gesamtzahl der Komponenten beträgt 4.769, darunter 3.218 MOSFETs und 1.019 Widerstände, die ein Verhältnis von 1:1 zum echten 6502 beibehalten. Was die Geschwindigkeit betrifft, ist der MOnSter 6502 weit von herkömmlicher Hardware entfernt und erreicht Frequenzen von 50 oder 60 kHz (ein Zwanzigstel des ursprünglichen MHz).
In einer schönen Hülle
Das Endziel ist, dass der MOnSter 6502 in einem schönen Gehäuse in die Hände der Öffentlichkeit gelangt, das nicht nur die Hardware schützt, sondern auch die Ausführung einiger Demos ermöglicht. Natürlich gibt es noch offene Kostenfragen. Der MOnSter 6502 war kein preiswertes Projekt (4.000 Dollar nach den pessimistischsten Berechnungen), und es wird auch keine Löt-Kits geben. Vielleicht, wenn sie nur die Leiterplatte verkaufen würden...
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