Die NASA beendete die wissenschaftliche Mission des Neil Gehrels Swift Observatory nach der letzten Beobachtung am 20. Oktober 2026. Am 1. November rechneten Prognosen mit einem Wiedereintritt binnen weniger Tage. Swift beobachtete in 275 Kilometern Höhe; zunehmender Luftwiderstand verhinderte, dass das Teleskop seine Instrumente stabil auf Himmelsziele ausrichten konnte. NASA NASA

Warum Swift den Betrieb einstellte

Am 20. Oktober machte Swift seine letzte wissenschaftliche Beobachtung in rund 275 Kilometern Höhe. Dort bremste die Atmosphäre das Observatorium zunehmend ab. Swift konnte seine Teleskope deshalb nicht mehr ruhig auf ein Ziel ausrichten, wechselte in den Sicherheitsmodus und wurde anschließend vom Betriebsteam abgeschaltet. NASA

Swift war darauf ausgelegt, Gammastrahlenausbrüche aufzuspüren, ihre Position an andere Observatorien zu melden und die Teleskope rasch auf die Quelle zu richten. So konnten Forschende die Nachleuchtphasen beobachten, bevor sie verblassten. NASA

Die am 1. November veröffentlichten Prognosen erwarteten den Wiedereintritt in den folgenden Tagen. Es handelte sich um eine Vorhersage, nicht um die Meldung eines bereits erfolgten Wiedereintritts.

NASA und Katalyst beendeten im August den Plan, Swift mit dem Serviceraumschiff LINK einzufangen und in eine höhere Umlaufbahn zu bringen. Ein Einfang- oder Anhebungsversuch fand nicht statt. NASA

Space.com berichtete, dass Probleme mit dem Antriebssystem und den Reaktionsrädern die Ausrichtung von LINK beeinträchtigten. LINK näherte sich Swift dem Bericht zufolge später bis auf 12 bis 15 Kilometer, fing das Observatorium aber nicht ein. Am 25. September trat LINK separat wieder in die Erdatmosphäre ein.

Was Swift der Astronomie hinterlässt

Swift war seit dem 20. November 2004 im All. NASA zufolge entdeckte das Observatorium mehr als 2.000 Gammastrahlenausbrüche und untersuchte mehr als 1.400 Supernovae. Seine Daten flossen in rund 7.000 wissenschaftliche Arbeiten ein. NASA

Das öffentliche Archiv umfasst laut NASA nahezu 22 Jahre Beobachtungen, mehr als 1,5 Millionen Bilder im ultravioletten und sichtbaren Licht sowie rund 12 Terabyte an Daten. Forschende können die Messungen weiter nutzen, obwohl Swift keine neuen Beobachtungen mehr liefert.