Im vergangenen Januar hat Palworld die Spielewelt im Sturm erobert, als eine Art „Pokémon mit Waffen“. Sofort stellte sich die Frage: Wie würde Nintendo reagieren? Damals begnügte sich The Pokémon Company damit zu sagen, dass man die Situation untersuchen und die nötigen Maßnahmen ergreifen werde … doch nun kennen wir die ersten Details. Nintendo und TPC haben offiziell den Beginn einer Klage gegen Pocketpair Inc., den Entwickler von Palworld, wegen der Verletzung von „mehrfachen Patentrechten“ angekündigt.
Ihre Zeit der Popularität ist sicherlich vorbei. Nachdem Palworld im Januar einen Höhepunkt von zwei Millionen Spielern erreicht hatte, verzeichnet das Spiel heute durchschnittlich 20.000 Spieler. Tatsächlich beeilten sich einige Portale zu sagen, dass es sich um ein „totes Spiel“ handele und dass es in Zukunft wichtige Änderungen vornehmen müsse. Im Wesentlichen kann Palworld das aktuelle Modell beibehalten und auf eine viel kleinere Skala abzielen oder das Free-to-play-Modell übernehmen und sekundäre Aspekte des Gameplays monetarisieren. Heute jedoch sehen sich die Verantwortlichen einer anderen Herausforderung gegenüber: zu verhindern, dass Nintendo sie zum Frühstück verspeist.
Die Macher von Palworld werden verklagt
Mit einer kurzen, ins Englische übersetzten Veröffentlichung auf ihrem offiziellen Portal haben Nintendo und The Pokémon Company den Beginn rechtlicher Schritte gegen Pocketpair Inc. vor dem Bezirksgericht Tokio angekündigt. Auch die gewählte Sprache ist interessant, denn diese Ankündigung spricht nicht offen von Copyright (das Wort taucht nicht einmal auf), sondern von einer Schadensersatzzahlung im Zusammenhang mit „der Verletzung mehrfacher Patentrechte“ bei der Entwicklung von Palworld.
Leider gibt es keine Details zu den betreffenden Patenten, aber es sei daran erinnert, dass der CEO von Pocketpair, Takuro Mizobe, im Januar dieses Jahres sagte, dass sie alle rechtlichen Prüfungen bestanden hätten und keine „Absicht“ hätten, das geistige Eigentum anderer Unternehmen zu nutzen.
Einige Kommentare im Web haben die Klage bereits mit einer Art „SLAPP“ gleichgesetzt, einer klassischen Einschüchterungsstrategie. Die Copyright-Gesetze schützen normalerweise nicht die grundlegende Idee eines Spiels oder seine Regeln, sondern die Art und Weise, wie sie ausgedrückt werden. Wenn Nintendo jedoch Patente erwähnt, antizipiert es möglicherweise einen technischen Konflikt, von dem wir nichts wissen. Auch das Detail, die Klage in Tokio eingereicht zu haben, ist nicht unbedeutend. Fortsetzung folgt …
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Quelle: Ars Technica