OpenAI wies am 9. Oktober 2026 zurück, die Entlassungen von Tomek Korbak, Jasmine Wang und Mikita Balesni hätten mit Sicherheitskritik zu tun. Einen Tag zuvor hatten die drei ehemaligen Sicherheits- und Alignment-Beschäftigten in einem gemeinsamen Brief erklärt, die Entlassungen könnten offene Debatten und die Zusammenarbeit mit externen Prüfern erschweren.

OpenAI reagiert auf den Brief der drei ehemaligen Beschäftigten

OpenAI erklärte, eine interne Untersuchung habe Verstöße gegen Regeln zum Zugriff auf und Umgang mit sensiblen Unternehmensinformationen sowie einen erheblichen Vertrauensbruch ergeben. Das Unternehmen bestritt, die Beschäftigten wegen ihrer Sicherheitsbedenken oder öffentlicher Äußerungen entlassen zu haben. In seiner Stellungnahme benannte OpenAI keine konkreten Handlungen.

Die drei ehemaligen Beschäftigten erklärten in ihrem Brief, sie hätten bei Kontakten nach außen im Rahmen ihrer Arbeitsaufträge gehandelt. Sie forderten OpenAI auf, externe Sicherheitsprüfungen fortzusetzen, die Überwachbarkeit fortgeschrittener Modelle zu erhalten, einen offenen Austausch zu fördern und klare Regeln für die Zusammenarbeit mit externen Sicherheitsorganisationen festzulegen.

METR und der Vorfall mit Hugging Face

Tomek Korbak war nach Angaben der drei ehemaligen Beschäftigten technischer Ansprechpartner für METR, eine externe Organisation zur Bewertung von KI-Modellen. METR sollte einen Vorfall mit Hugging Face aus dem Juli 2026 untersuchen. Korbak und Mikita Balesni arbeiteten an der Untersuchung von OpenAI mit.

Die Forderung nach externer Prüfung hängt für die Verfasser des Briefs auch mit der Frage zusammen, ob Fachleute von außerhalb Zugang erhalten und das Verhalten leistungsfähiger Modelle beobachten können. Sie sehen solche Prüfungen als Teil der Sicherheitsarbeit.

Die persönlichen Erklärungen von Korbak, Wang und Balesni

Korbak sagte, OpenAI habe ihm mündlich mitgeteilt, seine Entlassung hänge damit zusammen, wie er mit METR kommuniziert habe. Jasmine Wang erklärte, ihr sei der Zugriff auf die E-Mails einer Führungskraft für Recruiting-Aufgaben übertragen worden. Als sie ihn nicht mehr benötigt habe, habe sie IT um Entfernung des Zugriffs gebeten und gemeldet, versehentlich eine sensible E-Mail geöffnet zu haben.

Mikita Balesni vertrat die Auffassung, seine Entlassung stehe mit seinem Einsatz für Sicherheit in Verbindung. Zugleich bestritt er, geistiges Eigentum von OpenAI geteilt zu haben, und erklärte, seine Arbeit sei mit seiner Berichtslinie, der Forschungsleitung und dem Verwaltungsrat abgestimmt gewesen.

OpenAIs Plan für externe Sicherheitsprüfer

OpenAI erklärte am 9. Oktober, Verträge mit externen Sicherheitsprüfern fertigzustellen und Einzelheiten in den kommenden Wochen bekannt geben zu wollen.