Bionisches Sehen: Von Star Trek zur Realität
Unser Freund Geordi La Forge erhielt im Laufe der Staffeln und mit dem Eintritt ins Filmgebiet mehrere Upgrades seiner bionischen Sehkraft, aber im echten Leben bewegen sich die Pläne, die Funktionen natürlicher Augen durch technologische Alternativen zu ersetzen, viel langsamer. Doch die Leute von Pixium Vision haben die Genehmigung erhalten, eine Reihe von Tests mit ihrem System IRIS II zu starten, das ein spezielles Visier und ein epiretinales Implantat kombiniert.
Wieder einmal sind es die scheinbar einfachen Details wie das Erkennen einer Farbe, das Einfädeln einer Nadel, das Aussuchen eines T-Shirt-Designs oder das Beobachten von zwei spielenden Kätzchen, die uns daran erinnern, dass wir wirklich privilegiert sind. Es gibt viele Menschen da draußen, die nichts davon tun können, weil sie ihr Augenlicht verloren haben, sei es durch einen Unfall oder aufgrund einer besonderen Erkrankung. In manchen Fällen erleidet man einen sofortigen Verlust, aber in anderen dauert die Degeneration Zeit, das heißt, diese Person sieht, wie sie langsam blind wird. Die Medizin tut alles, um bestimmte Zustände umzukehren, aber wir stehen vor einer der größten Herausforderungen. Das bringt uns dazu, uns der Technologie zuzuwenden, und der Möglichkeit, das Verlorene mit einem bionischen Implantat zu kompensieren, zu reparieren oder zu ersetzen.
IRIS II: Das Implantat im Detail
So stoßen wir auf den IRIS II, ein System, das von der Firma Pixium Vision entwickelt wurde. Auf den ersten Blick könnte man den IRIS II für eine Art virtuelles Headset halten, aber die Technologie darin ist viel komplexer. Dort entdecken wir eine im menschlichen Auge «bio-inspirierte» Kamera, die ein Signal an ein epiretinales Implantat mit 150 Elektroden sendet. Das sollte ausreichen, damit eine blinde Person Formen in Weiß, Schwarz und Grau erkennen kann, aber das Design des IRIS II ermöglicht die «Aktualisierung» der Implantate durch direkten Austausch, wodurch das Risiko von Schäden an der Netzhaut während des Prozesses minimiert wird.
Die ersten klinischen Tests des IRIS II werden im Vereinigten Königreich beginnen, mit Patienten, die durch Retinitis pigmentosa ihr Augenlicht verloren haben. Es wird geschätzt, dass das Gerät in Zukunft auch andere Erkrankungen wie die altersbedingte Makuladegeneration «angehen» kann. Es ist nicht perfekt, aber wir gehen in die richtige Richtung.