Die ROG Xbox Ally X liegt in einem einzelnen 1080p-Nutzertest je nach Spiel und Leistungsprofil unterschiedlich weit vor der ursprünglichen ROG Ally X. Bei Final Fantasy VII Rebirth waren es bis zu 14 FPS mehr, bei Final Fantasy XV lagen beide Modelle bei 17 W gleichauf. Die Werte stammen von einem einzelnen Besitzer und sind keine standardisierten Labormessungen.
Was der Vergleich bei 1080p zeigt
Ein Besitzer verglich beide Handhelds bei nativer Auflösung und im Akkubetrieb, mit denselben Einstellungen und ohne Frame Generation oder andere Bildverbesserungen. Die sechs lesbaren Messpaare aus seinem Vergleich ergeben folgendes Bild:
| Spiel | Leistungsprofil | ROG Ally X | ROG Xbox Ally X |
| Final Fantasy VII Rebirth | 25 W | 50 FPS | 58 FPS |
| Final Fantasy VII Rebirth | 22 W | 45 FPS | 59 FPS |
| Final Fantasy VII Rebirth | 17 W | 44 FPS | 52 FPS |
| Final Fantasy XV | 25 W | 51 FPS | 54 FPS |
| Final Fantasy XV | 22 W | 49 FPS | 52 FPS |
| Final Fantasy XV | 17 W | 49 FPS | 49 FPS |
Der Abstand fällt also je nach Spiel und Leistungsprofil verschieden aus. In Rebirth lag die Xbox Ally X in allen drei Messungen vorn. Bei Final Fantasy XV waren die Ergebnisse näher beieinander; mit 17 W meldete der Besitzer für beide Geräte 49 FPS. Das ist ein nützlicher Anhaltspunkt für diese Spiele, aber kein Beleg für einen gleich großen Leistungsvorsprung in anderen Titeln.
Akkulaufzeit und Spieleleistung im Alltag
Jez Corden berichtete in seiner Langzeitbewertung von 4 bis 5 Stunden für 2D-Spiele im Silent-Modus bei 13 W. Für ein anspruchsvolleres Spiel nannte er 2 bis 3 Stunden im Performance-Modus bei 17 W; im Turbo-Modus hielt der Akku nach seiner Schätzung ungefähr eine Stunde. Die Zeiten hängen von Spiel und Leistungsprofil ab.
Corden berichtete außerdem von 40 bis 60 FPS bei 1080p in vielen Spielen mit Performance- oder Turbo-Einstellungen. Besonders anspruchsvolle AAA-Spiele kamen bei 35 W im Turbo-Modus in seinem Bericht auf etwa 30 FPS; mit reduzierten Grafikeinstellungen waren bis zu 60 FPS möglich. Diese Angaben beschreiben seine Spielerfahrung, keine standardisierte Messreihe.
Windows-Bedienung und FSR 4.1
Windows 11 macht die Xbox Ally X vielseitig, bringt am Handheld aber auch Bedienungsaufwand mit sich. Corden schilderte, dass im angedockten Betrieb der Controller-Fokus verloren gehen könne und sich die Steuerung dann teils über den Touchscreen wiederherstellen lasse. Für manche grundlegenden Windows-Aufgaben brauche es weiterhin eine Maus.
In Cordens am 29. Oktober 2026 veröffentlichter Bewertung war FSR 4.1 auf der Xbox Ally X noch in der Beta. Die Technik zum Hochskalieren von Spielen verbesserte nach seiner Einschätzung die Bildqualität und machte leistungsorientierte Modi brauchbarer. Bei Silent Hill 2 mit aufwendigem Raytracing blieben die Schwierigkeiten jedoch bestehen.
Der fünfmonatige Erfahrungsbericht von 128KB behandelt unter anderem Ergonomie, die Xbox Full Screen Experience und die Windows-Bedienung. Das Video ist auf Englisch:
Corden beschrieb sein Gerät nach häufiger Nutzung als solide, merkte aber Lackabrieb an einigen Tasten an. Zudem erwähnte er Online-Beschwerden über die Thumbsticks. In Nutzerberichten finden sich sowohl problemfreie Nutzung als auch Fälle, in denen Sticks ersetzt wurden.
Preis und die Frage nach dem Upgrade
ASUS Deutschland führt die ROG Xbox Ally X auf seiner Produktseite mit 999,00 €. Für Käufer, die bereits eine ROG Ally X besitzen, zeigen die sechs FPS-Werte allein keinen einheitlichen Vorteil über alle Spiele hinweg. Entscheidend ist, ob die Unterschiede in den eigenen Spielen den Wechsel rechtfertigen und ob die berichteten Windows-Einschränkungen im Alltag akzeptabel sind.
Jez Corden empfiehlt die Xbox Ally X vor allem Menschen, die sie regelmäßig nutzen werden. Wer einen Handheld häufig zum Spielen einsetzt und mit gelegentlicher Maus- oder Touchscreen-Bedienung zurechtkommt, findet in seinen Langzeitbeobachtungen den stärksten Grund für den Kauf. Die deutsche ASUS-Produktseite mit dem Preis von 999,00 €: ROG Xbox Ally X bei ASUS Deutschland.