RPCS3 befindet sich seit mehr als fünf Jahren in Entwicklung und sein Wachstum war beeindruckend. Die Probleme mit Kompatibilität und Geschwindigkeit treten langsam in den Hintergrund und weichen soliden Fortschritten bei der Grafikqualität. Der neueste Build des PlayStation-3-Emulators enthält einen speziellen Hochauflösungs-Rendering-Modus, der so leistungsstark ist, dass er 10K erreichen könnte… vorausgesetzt, es existiert in einigen Jahren die passende Hardware.
Persönlich bin ich überzeugt, dass der Computer eine überlegene Gaming-Plattform ist, aber ich muss zugeben, dass einige Konsolen-Exklusivtitel sehr interessant sind. Eines der am häufigsten genannten Beispiele ist Red Dead Redemption. Dieses Spiel ist sieben Jahre alt, und Rockstar erklärte mehrfach, dass es niemals einen PC-kompatiblen Port geben wird. Einige von ehemaligen Mitarbeitern geteilte Daten deuten darauf hin, dass Red Dead auf X360 und PS3 „durch Zufall" funktioniert, ein Produkt einer hastigen und unstrukturierten Entwicklung. Der einzige Weg, das Spiel auf Computer zu bringen, wäre, fast von Null anzufangen… aber wir können eine Abkürzung nehmen, nämlich die Emulation. Hier endet unser Beispiel, denn der RPCS3-Emulator hat noch Probleme mit Red Dead. Wenn du jedoch daran interessiert bist, andere Spiele für PlayStation 3 auszuprobieren, solltest du den neuesten Build herunterladen.
Was gibt es Neues? Als Erstes in der Liste steht die Unterstützung für Hochauflösungs-Rendering. Wenn wir uns erinnern, ist die native Auflösung der PlayStation 3 ist 720p, obwohl einige Spiele hochskalieren auf 1080p. Diesem Weg folgt der Emulator. Die Empfehlung ist, den Basisparameter auf 720p zu halten und den Skalierungsprozentsatz zu ändern, bis die gewünschte Auflösung erreicht ist. Wenn die Geschwindigkeitsprobleme sehr schwerwiegend sind, kann der Benutzer den Wert halbieren und das 720p in 640 mal 360 rendern, was Qualität opfert. In die andere Richtung reicht der Schieberegler bis 10K, eine Option, die grundsätzlich an die Zukunft des Emulators denkt, denn derzeit gibt es keine Hardware, die eine solche Anzahl von Pixeln bewegen kann, abgesehen von gewissen Versuchen.
Die Alternative ist, RPCS3 zu nehmen und in 4K- und 1440p-Modi zu spielen, wobei der anisotrope Filter auf 16x erzwungen wird. Wie das offizielle Video zeigt, sind die grafischen Unterschiede erheblich und helfen, Spiele zu revitalisieren, die bereits sechs oder sieben Jahre auf dem Buckel haben. Hardware-Anforderungen? Alle, mit Betonung auf Grafikkarten, die Vulkan unterstützen.