Nachdem Bewegungssteuerungen den Markt im Sturm erobert hatten, landen sie inzwischen meist in der Ecke und sammeln Staub. Doch sie sind immer noch nützlich – wenn man bereit ist, ein paar Hacks anzuwenden und dabei vielleicht sogar außer Atem zu geraten. Genau das zeigt Super Louis 64, der auf seinem kleinen YouTube-Kanal einen alten Xbox-360-Kinect zweckentfremdet hat, um Super Mario 64 mit Sprüngen und Drehungen zu spielen.

Super Mario 64 mit dem eigenen Körper steuern
Super Mario 64

Microsoft zieht den Stecker

In den letzten Stunden bestätigte Microsoft, dass der Kinect und alle Spiele, die davon abhängen, nicht kompatibel sein werden mit der neuen Xbox Series X. Das überrascht nicht, denn der Kinect wurde 2017 eingestellt. Und wenn wir ehrlich sind: Der Kinect war schon immer in Laboren und Hacker-Kreisen beliebter. Genau das bringt uns heute hierher. Auch wenn Microsoft die eigene Hardware fallen lässt, kann man mit etwas Kreativität die Ketten des Kinect sprengen und ihn für andere Zwecke nutzen – zum Beispiel, um Mario zu steuern.

Marios Sprünge fordern ihren Tribut

Man kann Mario zum Springen, Ducken und Schlagen bringen. Das Problem: Super Mario 64 ist in manchen Passagen gnadenlos – die richtige Kombination dieser Kommandos ist entscheidend. Der YouTuber Super Louis 64, bekannt für seine seltsamen Controller-Mods (etwa Dark Souls mit einer Banane durchzuspielen), musste das am eigenen Leib erfahren.

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Mit anderen Worten: Fast alles in Super Mario 64 hängt vom Sprung ab, und nach wenigen Minuten war Louis völlig erschöpft. Sogar im Wasserlevel musste er springen, um zu schwimmen. Außerdem programmierte er eine geheime Bewegung: das Drehen um die eigene Achse. Louis konfigurierte den Kinect so, dass er die Drehung erkennt und die Rotationsbewegung auf das Gamepad der Nintendo 64 überträgt. Auf diese Weise konnte er Bowser besiegen – auch wenn er dabei fast im Stream ohnmächtig geworden wäre. Das Experiment zeigt, wie schwierig es ist, physische Bewegungen zu übertragen. Aber es sieht verdammt cool aus, und irgendetwas sagt mir, dass das nicht der letzte Kinect-Streich von Louis sein wird.