Tom’s Hardware berichtete am 15. Oktober 2026, dass das getestete Surface Laptop Ultra mit NVIDIA RTX Spark in zwei AgentPerf-local-Aufgaben schneller fertig wurde als ein MacBook Pro mit M5 Max und ein Ryzen AI Halo. In zwei Spielen zeigten sich zugleich Grenzen bei Bildrate und Latenz. Die Messungen stammen aus dem Testbericht von Jeffrey Kampman bei Tom’s Hardware und gelten für die dort verwendeten Modelle, Systeme und Einstellungen.

Zwei KI-Aufgaben, drei Systeme

AgentPerf-local misst, wie lange ein System für eine vollständige KI-Aufgabe benötigt. In den beiden Tests lag das Surface bei der Abschlusszeit jeweils vor den Vergleichssystemen; die konkreten Abstände fielen je nach Modell und Rechenweg unterschiedlich aus.

AgentPerf-local-AufgabeSurface Laptop Ultra mit RTX SparkMacBook Pro, 14 Zoll, mit M5 MaxAMD Ryzen AI HaloTestbedingungen
Qwen 3.8 27B18,9 Minuten24,74 Minuten42,1 MinutenQ4_K_M-Quantisierung; DFlash2 auf Surface und MacBook Pro, integriertes MTP auf Ryzen AI Halo
Qwen 3.6 35B A3B8,08 Minuten10,12 Minuten13,29 MinutenQ4_K_M-Quantisierung, MTP aktiviert

Quantisierung reduziert die Genauigkeit der Modellgewichte, um den Rechen- und Speicherbedarf zu senken. Beim ersten Modell nutzten Surface und MacBook Pro DFlash2 für speculative decoding, während Ryzen AI Halo das integrierte MTP einsetzte. Beim zweiten Modell kam MTP zum Einsatz. Die unterschiedlichen Verfahren sind wichtig: Die Tabelle vergleicht die berichteten Laufzeiten der jeweiligen Gesamtsysteme und Softwarepfade, nicht isoliert die Prozessoren.

Was die KI-Messungen abbilden

Für die AgentPerf-local-Läufe setzte Tom’s Hardware llama.cpp ein, das für jedes System aus dem Quellcode erstellt wurde. Der Test bildet die Abschlusszeit von agentischen KI-Aufgaben ab – also Aufgaben, bei denen ein Modell mehrere zusammenhängende Verarbeitungsschritte erledigt. Die zwei Modellläufe liefern konkrete Anhaltspunkte für diese Workloads, aber kein allgemeines Ranking für jede KI-Anwendung.

Das getestete Surface war ein 15-Zoll-Laptop mit 20 CPU-Kernen, 6.144 CUDA-Kernen und 128 GB gemeinsam genutztem LPDDR5X-9400-Speicher. Das MacBook Pro mit M5 Max hatte einen 14-Zoll-Bildschirm; außerdem unterschieden sich die Netzteile: 140 Watt beim Surface und 96 Watt beim MacBook Pro. Ryzen AI Halo ist ein kompakter Desktop-PC, kein Notebook. Diese Unterschiede beschreiben die getesteten Systeme, erlauben aber keine Aussage darüber, wodurch ein einzelnes Ergebnis zustande kam.

Tom’s Hardware testete kein 16-Zoll-MacBook Pro mit M5 Max. Die berichteten Messungen beziehen sich daher auf das 14-Zoll-Modell und die beiden konkret verwendeten Qwen-Aufgaben. Auch die für Windows 11 vorgesehenen Funktionen für sichere, verwaltbare lokale Agenten waren für Jeffrey Kampman und Andrew Freedman zum Testzeitpunkt noch nicht bereit.

Gaming: Bildrate und Latenz hingen vom Spiel ab

In Gears of War: E-Day meldete Tom’s Hardware durchschnittlich 77,7 FPS, 39,9 FPS bei den 1%-Lows und eine durchschnittliche PC-Latenz von 83,5 ms. Getestet wurde mit 1.908 × 1.272 Pixeln, der hohen Voreinstellung, aktivierter Mega Geometry und 2-facher Frame Generation. Während eines Kartenwechsels kam es laut Kampman außerdem zu einem erheblichen Hänger.

Bei Control Resonant betrugen die Ergebnisse 109,2 durchschnittliche FPS, 51,6 FPS bei den 1%-Lows und 78,3 ms durchschnittliche PC-Latenz. Hier lief das Spiel mit 2.560 × 1.440 Pixeln, hoher Voreinstellung, ausgeschaltetem Raytracing und MFG 3X. Kampman berichtete, dass Raytracing die Bildrate weiter senkte und die Latenz erhöhte. Die 1%-Lows geben einen Hinweis auf langsamere Momente im Spielverlauf; die PC-Latenz beschreibt die Verzögerung in der Verarbeitungskette.

Als Faktoren für die beobachteten Gaming-Grenzen nannte Kampman die CPU-Anforderungen, die x86-Emulation durch Prism und die gemeinsam genutzte Speicherbandbreite. Die Ergebnisse zeigen, warum Bildraten allein kein vollständiges Bild der Spielleistung liefern: Die gemeldeten Latenzwerte und der Hänger beim Kartenwechsel gehören ebenfalls zu den konkreten Beobachtungen dieser Tests.

Tom’s Hardware bezeichnete den Beitrag als keinen vollständigen Systemtest; eigene Messungen zu Akkulaufzeit, Verarbeitung und Displayqualität waren nicht Teil des Berichts.