Das US-Justizministerium teilte am 13. Oktober 2026 mit, dass Abdulrahman Alfozan wegen des Vorwurfs angeklagt wurde, ein Gerät zum Abfangen mündlicher Kommunikation eingesetzt oder dessen Einsatz versucht zu haben. Alfozan war laut Ministerium am 9. Oktober festgenommen worden und trat am 13. Oktober erstmals vor einem Bundesgericht auf. Die Mitteilung des US-Justizministeriums fasst die Vorwürfe aus der Strafanzeige zusammen.

Der englischsprachige Bericht von CBS Evening News behandelt Alfozans Festnahme und den Vorwurf eines Aufnahmegeräts in einem OpenAI-Konferenzraum.

Was die Strafanzeige über die Geräte behauptet

Laut der Darstellung des Ministeriums soll ein Aufnahmegerät in Toilettenpapier verborgen und in einen USB-Anschluss hinter einem Fernseher in einem Konferenzraum für Führungskräfte gesteckt worden sein. OpenAI habe festgestellt, dass es etwa am 28. September angebracht wurde; entdeckt worden sei es am 30. September. Die gespeicherten Inhalte waren dem Ministerium zufolge verschlüsselt.

Die Strafanzeige wirft außerdem einem Chatbot-Konto, das mit Alfozans Ehepartnerin oder Ehepartner in Verbindung gebracht wird, Anfragen zum Bau, zur Installation, zum Verbergen, zum Testen und zum Fernzugriff auf ein Aufnahmegerät vor. Sie sollen zwischen dem 24. und 30. September eingereicht worden sein; Anfragen zum ersten Gerät datiert die Beschwerde auf den 27. und 28. September. Am 5. Oktober fanden Sicherheitsmitarbeiter von OpenAI laut Ministerium ein zweites, ähnliches Gerät in einer unbeaufsichtigten Tasche mit Alfozans Geldbörse und Ausweis.

Was OpenAI über die Untersuchung und Unternehmensdaten sagte

OpenAI erklärte, es gebe keine Hinweise darauf, dass Alfozan unbefugt auf Modellgewichte, Quellcode oder Kundendaten zugegriffen oder diese entwendet habe. Die Aussage des Unternehmens wurde von WIRED berichtet.

OpenAI zufolge halfen seine Modelle den Ermittlern, das Gerät zu verstehen und einen mutmaßlich beteiligten Mitarbeiter zu identifizieren. Die Unternehmensdarstellung umfasst auch die Analyse durch Ermittler; sie schreibt die Identifizierung nicht allein der KI zu. Gizmodo berichtete über OpenAIs Darstellung des KI-Einsatzes.

OpenAI veröffentlichte auch einen eigenen Beitrag zu dem Fall auf X:

Mögliche Strafe und Anklagevertreter

Im Fall einer Verurteilung drohen laut US-Justizministerium höchstens fünf Jahre Haft, eine Geldstrafe von 250.000 US-Dollar und anschließend bis zu drei Jahre überwachte Entlassung (supervised release). Das Ministerium nennt Assistant U.S. Attorney Nicolas Parker und Trial Attorney Kate Tagert aus der National Security Division als Mitglieder des Anklageteams.