Mars Odyssey und der Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) arbeiten seit vielen Jahren am Mars. Autonome Abläufe, redundante Komponenten und zusätzliche technische Reserven helfen, den Betrieb aufrechtzuerhalten, wie Wired 2026 berichtete. NASA JPLs Rückblick von 2016 zeigt, was MROs lange Beobachtungsreihe für die Marsforschung ermöglichte.
Was den langen Betrieb möglich macht
Marsraumsonden können sich nur ein- oder zweimal pro Woche melden. Zwischen den Kontakten müssen sie daher an Bord handlungsfähig bleiben. Wired beschreibt außerdem, dass NASA wichtige Komponenten häufig doppelt auslegt: Ein Ersatzsystem kann den Betrieb stützen, während Ingenieure ein Problem untersuchen.
MRO startete laut Wired mit mehr Batteriekapazität und Treibstoff, als unbedingt nötig war. Solche Reserven können eine Mission über ihre ursprüngliche Planung hinaus stützen. Sowohl Mars Odyssey als auch MRO übertragen zudem Daten von Oberflächenrobotern zu den Antennen des Deep Space Network auf der Erde, wie NASA JPL berichtet.
MRO und Odyssey haben unterschiedliche Betriebsprobleme
Wired berichtete 2026, dass Ingenieure MRO im Jahr 2025 eine aktualisierte Sternkarte übermittelten. Der Orbiter nutzt Sterne als Orientierungsreferenz. Ihre scheinbaren Positionen hatten sich so weit verschoben, dass die Referenz die Orientierung beeinträchtigen konnte.
Bei Mars Odyssey betrifft die gemeldete Unsicherheit den Treibstoff. Wired berichtete 2026, dass die Sonde keine Treibstoffanzeige hat und die verbleibende Menge deshalb ungewiss ist. Ingenieure passten den Betrieb so an, dass Odyssey für kleine Änderungen der Ausrichtung nur sehr geringe Treibstoffmengen benötigt.
Was MROs lange Beobachtungsreihe über Mars zeigt
MRO erreichte Mars am 10. März 2006. In seinem Rückblick vom 9. März 2016 berichtete NASA JPL, dass der Orbiter bis dahin 264 Terabit wissenschaftlicher Daten zur Erde übertragen hatte. Das war mehr als die zusammengefasste Datenmenge aller anderen interplanetaren Missionen bis zu diesem Zeitpunkt. JPL meldete damals auch, dass alle sechs wissenschaftlichen Instrumente noch produktiv waren, mehr als sieben Jahre nach dem Ende der ursprünglich geplanten primären Wissenschaftsphase.
Die Abdeckungswerte aus demselben Rückblick zeigen, wie unterschiedlich MROs Instrumente den Planeten erfassten: Die hochauflösende Kamera HiRISE hatte etwa 2,4 Prozent der Marsoberfläche abgebildet, die Context Camera (CTX) mehr als 95 Prozent. Das Bildspektrometer CRISM hatte knapp 98 Prozent in mehreren sichtbaren und infraroten Wellenlängen erfasst. Diese Angaben beschreiben den Stand von 2016.
Über mehrere Marsjahre hinweg konnte MRO saisonale Veränderungen verfolgen. NASA JPL führte Beobachtungen zu alten feuchten Umgebungen, frischen Kratern, Lawinen und Staubstürmen an. Die längeren Zeitreihen flossen auch in Untersuchungen zu möglichem saisonalem Flüssigwasser ein.